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Volleyball : SSC konzentriert sich für Play-offs

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SSC-Volleyballerinnen wollen morgen daheim gegen Aachen vorlegen

von
erstellt am 17.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Bisher war alles halb so wild. In den 22 Hauptrundenspielen der Volleyball-Bundesliga der Frauen ließ sich eine Niederlage wieder ausbügeln. Das ist jetzt anders. In den Meisterschafts-Play-offs mit ihren maximal drei (Viertelfinale) oder fünf Spielen (Halbfinale und Finale) ist von Anfang an volle Konzentration gefragt, will man nicht gleich arg in Zugzwang geraten.

Das will auch Hauptrundensieger SSC Palmberg Schwerin nicht, der morgen um 19 Uhr die Ladies in Black Aachen zum ersten Viertelfinalduell erwartet. Der Tabellenachte aus der Kaiserstadt setzte sich im Pre-Play-off mit 3:1 (H) und 3:0 (A) gegen den Tabellenneunten Köpenicker SC durch. Aachen muss jetzt als tabellenschlechtester Viertelfinalist gegen den SSC ran.

Zuschauer der Partie müssen sich übrigens wegen einer Veranstaltung in der Sport- und Kongresshalle auf weniger und obendrein kostenpflichtige Parkplätze einstellen.

Die Ladies sind sicherlich der Bundesligist mit der interessantesten Entwicklung. Die erst vor der Saison komplett neuformierte Mannschaft – nachdem lange unklar war, ob der finanziell klamme Verein überhaupt im Oberhaus würde starten können – erwischte mit einem 1:3 zu Hause gegen Aufsteiger Erfurt einen denkbar schlechten Punktspielstart. Und zum Jahreswechsel hatte das Team von Trainerin Saskia van Hintum mit nur zwei Siegen und immerhin neun Niederlagen die Hinrunde beendet. In der Rückrunde kamen dann allerdings sieben Siege – darunter 3:0-Erfolge in Potsdam und in Münster – bei nur noch vier Niederlagen hinzu. Ganz ohne eigenen Satzerfolg verlor Aachen übrigens nur zweimal: in Schwerin und zu Hause gegen Schwerin.

Letzteres gerade erst vor zwei Wochen, zum Punktspiel-Halali. Ohne die seinerzeit erkrankte SSC-Topscorerin Louisa Lippmann, dafür aber mit einer Maren Brinker, die in Aachen ihr bis dato bestes Spiel im Schweriner Trikot hinlegte, behielt das Team von Trainer Felix Koslowski mit 25:20, 25:14 und 25:23 die Oberhand.

„Dafür können wir uns jetzt aber nichts mehr kaufen“, sagt der SSC-Coach und verweist stattdessen darauf, dass Aachen viertbestes Rückrundenteam ist. „Seit der Rückkehr von Zuspielerin Femke Stoltenborg Mitte Dezember ist da ein ganz anderer Zug im Spiel. Sie stehen hoch im Block und sind offensiv unter den Top vier der Liga. Zudem sind sie physisch stark, spielen extrem schnell über die Außen und haben für jede Position mindestens noch eine Top- Spielerin noch in der Hinterhand“, zählt er die Stärken des Gegners auf.

Nichtsdestotrotz setzt Schwerins Trainer darauf, von seinen Mädels mit einem souveränen Erfolg zu seinem morgigen 33. Geburtstag beschenkt zu werden. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen, sofern – und danach sieht es aus – Maren Brinker, Lousi Souza Ziegler und Elisa Lohmann ihre leichten Infekte besiegt haben sollten.

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