zur Navigation springen

Volleyball : SSC hat sein kurzes Tief überwunden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gegen Potsdam gelingt 3:1-Heimsieg (13, -23, 22, 19)

von
erstellt am 08.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Puuh! Einmal tief durchgepustet und auf Holz geklopft: Die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin haben am Sonnabend vor 1833 Fans in der heimischen Arena mit dem 3:1 (13, -23, 22, 19) gegen den SC Potsdam einen ganz, ganz wichtigen Sieg errungen. Den wohl zweitwichtigsten der bisherigen Saison nach dem mit 3:0 gemeisterten Pokalhalbfinale – bekanntlich auch gegen und sogar in Potsdam.

„Nach den Niederlagen gegen Wiesbaden und in Vilsbiburg standen wir unter einem unfassbar großen Druck“, bekannte nach Spielende SSC-Trainer Felix Koslowski erleichtert. „Wenn wir heute auch noch verloren hätten…“

Haben seine Mädels aber nicht, sondern sich aus ihrem nachweihnachtlichen Tief zurückgemeldet und das über weite Strecken eindrucksvoll.

Der erste Satz kam sogar einer Demontage der vom früheren Schweriner Co-Trainer Davide Carli betreuten Gäste gleich. Nach einem 1:4-Fehlstart erteilte der SSC Potsdam eine Lehrstunde, vornehmlich dank starker Aufschläge (darunter allein drei Assen von Louisa Lippmann) und deutlich variablerer Angriffsgestaltung. So setzte Zuspielerin Denise Hanke – diesmal zur besten SSC-Spielerin erkoren – ihre Nebenleute nicht nur über die Außen-, sondern häufig auch auf der Mittelposition und über das Hinterfeld ein.

Vor allem dieser Satz bewog Carli, nach Spielende von der „bislang besten Schweriner Saisonleistung“ zu sprechen.

„Das würde ich so nicht unterschreiben“, hielt Koslowski seinem langjährigen Weggefährten entgegen. „Wir haben uns zwar gegenüber unseren vorherigen Auftritten klar gesteigert, sowohl in der Annahme als auch im Angriffsaufbau und der Abwehrarbeit, aber wir können es noch besser.“

Vor allem besser als im zweiten Satz, der so manchem Fan in der trotz vereister Straßen wieder gut gefüllten Halle erneute Sorgenfalten auf die Stirn trieb. Denn wie bei den beiden Niederlagen zuvor konnte der SSC einen eigentlich komfortablen 18:14-Vorsprung nicht ins Ziel retten, bekam plötzlich keinen Zugriff mehr aufs Spiel, produzierte Fehler und verwandelte Potsdams zweiten Satzball mit einem Aufschlag ins Netz gleich noch selbst zum 23:25.

Doch wie sich der SSC danach aufrappelte und die beiden folgenden Sätze letztlich sicher mit 25:22 und 25:19 nach Hause brachte, zeigte die Klasse des Teams. „Wir hatten nach der Rückkehr aus Vilsbiburg ja nur einen Tag, uns aus unserem Tief herauszuziehen“, sagte Trainer Koslowski: „Im Training kannst du da nichts mehr machen, das regelst du nur über die Köpfe.“

So mag die Samstag-Partie spielerisch insgesamt nicht die beste der Saison gewesen sein, in Sachen Kampf und Siegeswillen war sie großes Kino.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen