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Volleyball: Schwerin vs. Dresden : SSC gibt den Sieg aus der Hand

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Schweriner Bundesliga-Volleyballerinnen können im Spitzenspiel beim Dresdner SC drei Matchbälle nicht verwerten und verlieren 2:3

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2017 | 22:15 Uhr

Nach sechs Siegen in Folge mussten der deutsche Volleyball-Meister SSC Palmberg Schwerin am Mittwoch die erste Bundesliga-Niederlage hinnehmen. Das Team von Trainer Felix Koslowski unterlag in einer hart umkämpften und hochklassigen Partie beim Dresdner SC knapp mit 2:3 (20, -7, 21, -25, -13). Bereits in zwei Wochen haben die Mecklenburgerinnen schon die Chance, sich zu revanchieren. Dann stehen sich beide Teams an gleicher Stelle wieder im Pokal-Halbfinale gegenüber. „Da sind die Dresdnerinnen vor heimischer Kulisse jetzt auf jeden Fall der Favorit“, sagte ein nach diesem Schlagabtausch völlig geschaffter Felix Koslowski.

 SSC-Trainer Felix Koslowski vertraute in der mit 3000 Zuschauern ausverkauften Margon Arena seiner bekannten Stammformation.  Den besseren Start in die Partie erwischten die Schwerinerinnen. Mit druckvollen Aufgaben von Lauren Barfield setzte sich der SSC schnell auf 4:1 ab. Dann aber kämpften sich die DSC-Damen in die Partie und schafften beim 4:5 den Anschluss. Dieses Szenario wiederholte sich mehrfach. Immer wieder legten die Koslowski-Schützlinge um ihre Top-Scorerin Louisa Lippmann vor, aber die Dresdnerinnen bissen sich wieder heran. Als der DSC mit 13:17 im Rückstand lag, brachte Coach Alexander Waibl mit Mareen Apitz seine zuvor geschonte Stammzuspielerin  aufs Feld. Zwar schafften die Dresdnerinnen das 16:17, doch in der Schlussphase spielte der deutsche Meister seine Qualitäten aus, während den Gastgeberinnen einige leichte Fehler unterliefen. Louisa Lippmann verwandelte an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte dann auch gleich den ersten Satzball.

Im zweiten Durchgang wandelte sich plötzlich das Bild. Die DSC-Damen starteten furios. Ivana Mrdak bereitete den Mecklenburgerinnen mit ihren Aufgaben Probleme und dazu biss sich der SSC an der Dresdner Blockabwehr die Zähne aus. So zogen die Gastgeberinnen auf 12:2 davon. Der Schweriner Trainer wechselte fast komplett durch, aber auch das brachte nichts. Der DSC spielte sich in einen Rausch. „Da hatten wir einen richtigen Blackout“, gab Koslowski später zu. Doch im dritten Abschnitt fingen sich seine Schützlinge wieder. Nun punkteten Louisa Lippmann und auch Greta Szakmary zuverlässig. In der Abwehr kratzten die SSC-Damen immer wieder viele Bälle heraus und führten zwischenzeitlich mit 19:16. Aber die Gastgeberinnen gaben nicht auf, schmetterten sich wieder heran. Aber in der Schlussphase waren die Koslowski-Schützlinge  einen Tick cleverer.

Nichts für schwache Nerven war dann der vierte Abschnitt.  Die Schwerinerinnen konnten sich  immer wieder ein Stück absetzen, und als Louisa Lippmann den Ball zum 24:22 ins Feld beförderte, schien der 3:1-Sieg in greifbarer Nähe. Doch die Gastgeberinnen wehrten drei Matchbälle ab. Und zum Entsetzen der 60 mitgereisten Schweriner Fans verwandelte Dresden gleich den ersten Satzball zum Ausgleich. „Natürlich hadern wir damit, dass wir an dieser Stelle den Sack nicht zugemacht haben“, gab Felix Koslowski später zu.

  Die Gäste führten beim letzten Seitenwechsel im Tiebreak  mit 8:6, aber die Waibl-Schützlinge kämpften bis zum Umfallen und drehten am Ende den Spieß noch um. Nach 115 Minuten schmetterte Greta Szakmary einen Ball ins Aus und damit verwandelte der DSC seinen zweiten Matchball.

Als „MVP“ wurden Louisa Lippmann und beim DSC Mareen Apitz ausgezeichnet. Lippmann war mit 28 Punkten auch beste Scorerin.

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