Nach dem Sieg gegen Wiesbaden : SSC auf Kurs Play-off-Finale

Voll drauf: Maren Brinker (l. – gesichert von Hannah Tapp/Nr. 9 und Ariel Gebhardt) lässt dem VCW-Block keine Chance.
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Voll drauf: Maren Brinker (l. – gesichert von Hannah Tapp/Nr. 9 und Ariel Gebhardt) lässt dem VCW-Block keine Chance.

SSC-Trainer nach 3:0-Halbfinalgala gegen Wiesbaden: „War erst das erste Spiel“

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06. April 2017, 20:45 Uhr

Die Fans der SSC-Volleyballerinnen hatten im Verlaufe der Saison schon reichlich Grund zur Freude über ihre Mannschaft: Hauptrundensieger der Bundesliga, Finalist im DVV-Pokal und Europacup-Halbfinalist – das ist nicht ohne.

Dass der SSC-Sechser jedoch zum Auftakt des Play-off-Halbfinales um die deutsche Meisterschaft den VC Wiesbaden am Mittwochabend mit einem deutlichen 3:0 (15, 16, 22) förmlich aus der heimischen Palmberg-Arena fegen würde, das war so nicht unbedingt zu erwarten. Schließlich hatte Wiesbaden in den beiden vorherigen Liga-Duellen jeweils mit 3:2 die Oberhand behalten.

Doch von einem „aller guten Dinge sind drei“ waren die Hessinnen meilenweit entfernt. Zum einen der Vielzahl eigener Fehler wegen. Insbesondere aber, weil der SSC in Annahme und Angriff so gut wie keine Punkte herschenkte und phasenweise Volleyball fast schon zelebrierte.

Von Zuspielerin Lexi Dannemiller, die die angeschlagene Denise Hanke klasse vertrat, immer wieder abwechselnd in Szene gesetzt, punkteten mit Louisa Lippmann (12), Maren Brinker (11), Jennifer Geerties und Lauren Barfield (je 10) gleich vier SSC-Mädels zweistellig. Mit dieser Variationsbreite im Angriff war Wiesbaden überfordert. Ganze drei Punkte konnte der Gäste-Block ergattern.

Hinzu kam, dass sowohl Lexi Dannemiller, am Ende als beste Schwerinerin geehrt, als auch Maren Brinker den SSC mit Aufschlagserien in den Sätzen eins und zwei entscheidend in Vorhand brachten. Sehenswert dabei, wie Nationalspielerin Brinker im ersten Durchgang Karolina Bednarova in der Annahme festnagelte und so praktisch aus dem VCW-Angriff nahm. Im zweiten Satz deckte sie bei fünf Aufschlägen in Folge die Nebenleute der Tschechin ein, so dass in Wiesbadens Annahme keiner mehr recht ein und aus wusste. „Das war der Plan“, sagte Schwerins Routinier mit verschmitztem Lächeln.

SSC-Trainer Felix Koslowski war am Ende „stolz auf meine Mannschaft“. Im gleichen Atemzug jedoch betätigte sich der 33-Jährige als Euphorie-Bremse: „Das war erst das erste Spiel. Wir brauchen noch einen zweiten Sieg – und das wird noch sauschwer.“

Samstag Abend (19 Uhr) stehen sich beide Mannschaften in Wiesbaden erneut gegenüber. Bei einem VCW-Sieg müsste die Entscheidung über den Finaleinzug am Ostersonnabend (15 April/19 Uhr) in einem dritten Duell – dann wieder in Schwerin – fallen.

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