zur Navigation springen

Schweriner SC : Spielverderber für den Meister

vom

Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC bringen Titelverteidiger Dresdner SC einzige Niederlage der Punktrunde bei.

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2015 | 17:28 Uhr

Die Volleyballerinnen des Schweriner SC haben dem deutschen Meister die Suppe versalzen. Das Team von Trainer Felix Koslowski gewann am Sonnabend in der mit fast 3200 Zuschauern restlos ausverkauften Margon Arena gegen den Dresdner SC mit 3:2 (18, 19,  -17,  -24, 13) und erwies sich damit als „Spielverderber“. Denn die Mecklenburgerinnen brachten dem Meister im letzten Vorrundenspiel die einzige Niederlage bei. Allerdings war den Elbestädterinnen schon vor dieser Partie der erste Platz sicher und auch für Schwerin änderte sich trotz des Sieges nichts mehr, da zur gleichen Zeit Stuttgart mit 3:1 in Aachen gewann. Damit geht das Koslowski-Team als Dritter in die in drei Wochen beginnenden Playoffs.

 Felix Koslowski hatte die Hoffnung gehabt, dass dem Spitzenreiter nach dem Champions-League-Spiel am Mittwoch in Istanbul und einer mehr als 18-stündigen Rückreise-Odyssee ein wenig Müdigkeit in den Knochen steckt. Da schien der SSC-Coach nicht ganz falsch zu liegen, denn in den ersten beiden Sätzen lief bei den Gastgeberinnen nicht viel zusammen. Sie wirkten müde und spielten fehlerhaft. Ganz anders der SSC um die glänzend aufgelegte Lonneke Sloetjes. Mit druckvollem Aufschlagsspiel bereiteten sie den Dresdnerinnen Probleme, zudem konnte Diana Nenova aus eigener sicherer Annahme ein variables Angriffsspiel aufziehen.

Doch im dritten Durchgang ging ein Ruck durch die Mannschaft des deutschen Meisters, der auf Kapitän Myrthe Schoot (Knieprobleme) und Diagonalangreiferin Kristina Mikhailenko (Bronchitis) verzichten musste. Die Dresdnerinnen steigerten sich in allen Elementen und zogen schnell auf 11:4 davon. Felix Koslowski reagierte, brachte Laura Weihenmaier und Jana Franziska Poll im Angriff für Lousi Souza Ziegler und Jennifer Geerties und versuchte es wenig später auch mit einem Doppelwechsel auf der Zuspiel- und Diagonalposition. Doch auch das brachte keine Besserung, selbst wenn der SSC noch drei Satzbälle des DSC abwehren konnte.

 Der vierte Abschnitt verlief anfangs ähnlich, die Gastgeberinnen hatten ihren Rhythmus gefunden und führten zur zweiten technischen Auszeit mit 16:11 und später 21:15. Doch der SSC gab nicht auf, kämpfte sich in der Schlussphase heran, aber wie schon im dritten Satz  verwandelte Louisa Lippmann den vierten Satzball für den DSC.

Spannung pur bot dann der fünfte Durchgang. Als Dresden mit 4:3 führte, wechselte Koslowski Laura Weihenmaier für Jennifer Geerties ein und die 23-Jährige sorgte in der Folgezeit mit drei Punkten dafür, dass Schwerin mit einer 8:7-Führung zum letzten Seitenwechsel gehen konnte. Bis zum 13:13 blieb alles offen. Dann erkämpfte Lonneke Sloetjes mit einem Angriff den ersten Matchball und als Dresdens Shanice Marcelle nach insgesamt 118 Minuten den Ball ins Aus schmetterte, war der Sieg perfekt.

Die SSC-Spielerinnen tanzten im Kreis und feierten ihren Erfolg ausgelassen. Sloetjes, die mit 23 Punkten beste Scorerin war, erhielt auch die goldene „MVP-Medaille“. Auf Seiten der Dresdnerinnen entschied sich Felix Koslowski für Louisa Lippmann, mit 22 Zählern erfolgreichste Punktesammlerin ihres Teams.

„Ich bin sehr zufrieden. Wir haben stabil in der Annahme gestanden, gut aufgeschlagen und auch sehr gut Block und Abwehr gespielt. Dazu ging unser Konzept, schnell über die Außen zu spielen, recht gut auf. Dresden hatte bislang noch kein Spiel verloren, umso mehr gibt uns dieser Sieg Kraft für die weitere Saison“, erklärte ein überglücklicher Felix Koslowski. Der sichtlich enttäuschte DSC-Trainer Alexander Waibl  meinte: „Wir haben das gezeigt, was an diesem Tag möglich war.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen