SSC im CEV-Cup : Schwerinnerinnen optimistisch gegen Istanbul

So geht’s! SSC-Trainer Felix Koslowski gibt seinen Spielerinnen in den Auszeiten immer wieder Tipps.
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So geht’s! SSC-Trainer Felix Koslowski gibt seinen Spielerinnen in den Auszeiten immer wieder Tipps.

Als Außenseiter will sich der SSC gegen Galatasaray eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeiten

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08. März 2016, 12:00 Uhr

Die Punkterunde der Bundesliga ist mit dem 3:2-Erfolg in Wiesbaden abgehakt, die Playoff-Viertelfinals starten erst am 19. März – die Volleyballerinnen des Schweriner SC können sich also auf ihre Halbfinalspiele im europäischen CEV-Cup konzentrieren. Das ist auch nötig. Denn mit Galatasaray Istanbul ist heute Abend (19 Uhr) in der Palmberg-Arena sowie am Sonnabend in der Millionen-Metropole am Bosporus ein absolutes Top-Team der Widerpart. Gegen den Dritten der türkischen Liga muss der deutsche Rekordmeister erstmals in dieser Saison in die Rolle des Außenseiters schlüpfen. „Dass wir damit damit klarkommen, haben wir im Vorjahr bewiesen. Gegen Novara, das gerade italienischer Pokalsieger geworden war, hatte uns auch niemand auf der Rechnung. Dennoch kamen wir weiter“, erinnert Trainer Felix Koslowski: „Und unsere heutige Mannschaft ist weiter als die vor einem Jahr.“

Galatasaray ist auf keinen Fall schlechter als Novara, gilt gemeinsam mit Cup-Verteidiger Dynamo Krasnodar aus Russland als Topfavorit auf den Gewinn des CEV-Cups. „Sie haben absolute Topleute im Team. US-Mittelblockerin Cursty Jackson spielte im Vorjahr für Dresden ganz stark. Außenangreiferin Charlotte Leys war mit Belgien 2013 EM-Dritter. Güldeniz Önal, Außenangreiferin der türkischen Auswahl, gewann mit Vakifbank Istanbul die Champions League. Auch die italienische Diagonalspielerin Nadia Centoni spielt eine sehr starke Saison, versenkt in jedem Spiel mehr als 50 Prozent ihrer Angriffe“, listet der Trainer auf.

Hinzu kommt das traditionell fanatische Publikum in der Türkei. „Das wird spannend, da können durchaus mehr als 4000 Leute kommen“, sagt Zuspielerin Denise Hanke, die vor zwei Jahren für Eczacibasi Istanbul spielte, das seine Heimspiele in der gleichen Halle austrug.

Dennoch: Auch wenn sich im Halbfinale eines Europacups das Wort „Losglück“ von selbst verbietet, sagt der SSC-Coach: „Wir freuen uns, dass wir gegen Galatasaray spielen. Ich denke, die Mannschaft liegt uns eher als Krasnodar.“

Personell hofft er, nach den Problemen der Partie von Wiesbaden, als mit Anja Brandt (krank) und Veronika Hroncekova (Knieblessur) der angestammte Mittelblock ebenso fehlte wie Stamm-Libera Janine Völker (Wadenprobleme), wieder aus dem Vollen schöpfen zu können. Hinzu kommt, dass die Youngster des SSC in Wiesbaden zeigten, was sie können und den Sieg im fast schon verloren geglaubten Spiel noch aus dem Feuer rissen. „Zu wissen, dass wir ohne Bedenken wechseln können, macht vieles leichter“, freut sich der Trainer über die Entwicklung seiner „Teenies“.

Und natürlich setzt der SSC heute auf seine Fans. „Wir hoffen auf eine volle Halle und auf eine Stimmung, wie wir sie auch in den Bundesliga-Playoffs brauchen werden“, sagt Felix Koslowski. Der Kartenvorverkauf lief bestens. „Aber wir werden an der Abendkasse auf jeden Fall noch Tickets anbieten“, hatte SSC-Manager Michael Evers schon vor einer Woche versprochen: „Man sollte dafür jedoch frühzeitig da sein.“

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