zur Navigation springen

Volleyball : Schweriner SC quält sich zum Sieg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Deutscher Volleyball-Meister bezwingt Tabellen-Vorletzten Köpenicker SC nach kräftigen Anlaufschwierigkeiten mit 3:1

Ein Spiel mit einer souveränen Leistung kann im Nachhinein manchmal auch zur Last werden. Beispielsweise, wenn vier Tage nach einem überzeugenden Sieg gegen den Tabellenführer die Begegnung mit einem abgeschlagenen Kellerkind der Liga ansteht. Diese Erfahrung mussten die Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC gestern Abend machen. Als der Tabellenzehnte Köpenicker SC in die Schweriner Arena einlief, war das 3:1 vom Sonnabend gegen Spitzenreiter VC Wiesbaden Geschichte – in jeder Beziehung. Dass es dennoch zum 3:1 (24, -21, 23, 11) reichte, war in erster Linie der am Ende deutlich besseren körperlichen Verfassung der Gastgeberinnen geschuldet.

Die Schweriner Mannschaft, die da unten auf dem Feld stand, erinnerte bestenfalls durch die Trikotfarbe an die, die 96 Stunden zuvor die Hessinnen in die Knie gezwungen hatte. Da fehlte es an Körperspannung, Einsatzbereitschaft, Spielwitz, Blockspiel, Abwehrverhalten – einfach an allem, was eine gute Mannschaft ausmacht. Ganz anders die Köpenickerinnen: „Ich erwarte, dass die nach dem gesicherten Klassenerhalt befreit aufspielen und ihre Chance suchen werden“, hatte SSC-Trainer Felix Koslowski noch am Dienstag vorausgeschaut. Und er behielt Recht.

Schon in Satz 1 lief Schwerin ständig einem Rückstand hinterher, fand erst nach dem 19:19 so etwas wie eine Linie und erarbeitete sich beim 24:22 zwei Satzbälle. Die wurden allerdings sichere Beute der Berlinerinnen, erst Versuch Nr. 3 wurde verwandelt. Im zweiten Durchgang kippte die Köpenicker Führung erst beim 14:14. Dann setzte sich Schwerin gar auf 21:18 ab, um anschließend sieben Zähler in Folge abzugeben. Die Innentemperatur bei Felix Koslowski dürfte sich zu diesem Zeitpunkt der 50-Grad-Marke angenähert haben…

Auch in Satz 3 wackelten die Gastgeberinnen mehrfach, zogen erst nach dem 19:19 davon und erabeiteten sich beim 24:20 vier Satzbälle. Und wieder saß erst der letzte.

Dann aber war bei den Gästen sichtbar die Luft raus. Schnell führten die Schwerinerinnen mit 7:2, und damit war bei Köpenick der Damm gebrochen. Von Gegenwehr war jetzt nicht mehr viel zu sehen, während man beim SSC endlich einmal durchzog. Über 8:4 und 16:7 bei den technischen Auszeiten ging es nahtlos weiter bis zum 24:9. Aber zwei erneute Nachlässigkeiten im Schweriner Team erlaubten es den Bundeshauptstädtern, auch in diesem Satz zumindest noch auf eine zweistellige Punktzahl zu kommen.


 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 29.Jan.2014 | 21:57 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen