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Volleyball-Bundesliga : Schwach angefangen, stark zugelegt

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Der SSC gewinnt nach Startproblemen beim Köpenicker SC klar mit 3:0

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 20:35 Uhr

Für Schwerins Trainer Felix Koslowski sind die ersten Ungewissheiten ausgeräumt. Nach dem Bundesliga-Auftakt der neuen Saison beim ambitionierten Köpenicker SC in Berlin gestern  Abend in der Hämmerlinghalle weiß der Schweriner SC zweierlei: Er ist stark genug, sich gegen heimstarke Underdogs und deren Fans  zu behaupten – immerhin waren trotz Fußball-Champions-League im Free-TV 500 Fans gekommen, brüllten und trommelten, was das Zeug hielt –, aber sie müssen in allen Spielkomponenten auch noch zulegen. Nur dann werden die ob ihrer nahezu komplett mit Auswahlaktiven besetzten Mannschaft zum Meisterschafts-Favoriten erklärten Blau-Gelben tatsächlich vom Titel träumen können.

Der Anfang der Saison und mithin auch der im Spiel gegen den KSC war beschwerlich. Köpenick führte von Beginn an, fast alles klappte beim Gastgeber, so gut wie nichts beim Favoriten. Annahme, Aufbau, Angriff – überall schlichen sich Fehler ein. Die 15:9-Führung des KSC war folgerichtig, auch beim 17:13 hatten die Berlinerinnen den Satzgewinn noch vor Augen. Dann gab es einen langen Ballwechsel mit Blocks, Abwehr, Angriffen   – und dem Punkt zum 14:17 für Schwerin. Das war quasi das Signal zur Wende. Es folgte eine 9:1-Serie der SSC-Frauen und der Satzgewinn zum 1:0 nach 28 Minuten.

Ähnlich lief es in Durchgang zwei, in dem der KSC  bis zum 22:22 dagegenhielt und dann nach einem Aufschlag-Ass von Denise Imoudu doch mit 23:25 verlor. „Bis dahin war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Köpenick bei besserer Annahme noch größere Siegchancen gehabt hätte“, gab SSC-Coach Felix Koslowski zu.

Erst in Satz drei hatten seine Frauen jene Souveränität gewonnen, die wohl aus Spielsicherheit und gelungenen Aktionen erwächst. Dennoch brauchte es nach den zweimal 28 Minuten in den Sätzen zuvor auch hier 27 Minuten bis zum 25:19, um   den ersten Bundesliga-Sieg der Saison feiern zu können. Übrigens: In diesem Satz feierte beim Stand von 23:16  SSC-Nationalspielerin Saskia Hippe fast ein Jahr nach ihrem Kreuzbandriss zumindest schon mal ein kurzes Bundesliga-Comeback.

Beste Scorer beim SSC waren Außenangreiferin Laura Wehenmaier, die erst knapp zwei Wochen in Schwerin dabei ist, mit 16 Zählern, die slowakische Mittelblockerin Veronika Hronecekova (13) und die ebenfalls neuverpflichtete Holländerin Yvon Beliën (10). „Für uns war es ein schweres Spiel, weil die Mannschaft, die jetzt den Stamm bildete, zuvor vielleicht gerade mal einen Satz in der Zusammensetzung gespielt hat“, resümierte Koslowski. „Da war es logisch, dass mit zunehmender Spielzeit auch in Block und Feldabwehr immer mehr gute Aktionen dazu kamen, nachdem Aufschlag und Annahme schon zu Beginn ganz gut waren.“ Was indes nichts an der Eingangsbemerkung änderte. „Es bleibt eine Menge zu tun, um die Abstimmung zu perfektionieren.“

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