Schweriner SC : Schaulaufen vor Bundestrainer

Konzentriert: Novaras Trainer Lucioano Pedullà
Konzentriert: Novaras Trainer Lucioano Pedullà

Schweriner SC spielt heute im Challenge Cup in Novara gegen Italiens Spitzenreiter und unseren neuen Nationalcoach Trainer Pedullà

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04. März 2015, 07:50 Uhr

Volleyball-Rekordmeister Schweriner SC steht vor seiner schwierigsten Saisonaufgabe. Heute Abend um 20.30 Uhr müssen die Mecklenburgerinnen im Viertelfinal-Hinspiel des europäischen CEV Challenge Cups im Sporting Palace Novara beim italienischen Pokalsieger Igor Gorgonzola Novara bestehen. „Das ist eine unglaublich gute Mannschaft auf Champions League-Niveau und der Top-Favorit auf den Gewinn des Challenge Cups. Doch das ist gut für uns. Denn so können wir völlig frei aufspielen und sie vielleicht ein bisschen ärgern“, sagte Trainer Felix Koslowski.

Und dabei geht es nicht nur gegen den aktuellen Tabellenführer Italiens, sondern auch gegen den künftigen Bundestrainer Lucioano Pedullà (57). Vor dem Spiel nahm der sich Zeit für ein Interview.

Signore Pudellà, vorige Woche wurden Sie als Bundestrainer vorgestellt und ausgerechnet jetzt spielen Sie gegen Schwerin. Schöner Zufall, oder?
Pudellà: Ja, ich kenne viele Spielerinnen und weiß viel Gutes. Ich mag Geerties sehr, sie ist noch sehr jung und wird eine neue Kraft im Angriff im deutschen Volleyball. Und natürlich kenne ich Trainer Felix Koslowski gut, er ist wichtig für den Volleyball in Deutschland.
Novara ist überragend in Italien und im Challenge Cup. Welche Chance hat der Schweriner SC?
Es wird schwer für uns, denn wir haben am Wochenende den italienischen Pokal gespielt (3:1 im Finale gegen Modena, d. Red.), haben nur einen Tag zum Entspannen gehabt, nur einen Tag Training und Vorbereitung und spielen gleich wieder. Schwerin hat vielleicht mehr Energie, sie konnten sich gut auf das Spiel konzentrieren und gut trainieren. Außerdem ist das Rückspiel in Deutschland. Wenn es zum Golden Set (Entscheidungssatz, falls beide Mannschaften je ein Spiel gewonnen haben, d. Red.) kommt, hat die Heimmannschaft einen Vorteil.
Novara dominiert die italienische Liga. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis und können Sie das auch auf die deutsche Nationalmannschaft übertragen?
Ich weiß nicht – ich arbeite hart und lehre die Spielerinnen einige technische Fähigkeiten, das ist das einzige Geheimnis.
Sie können in diesen beiden Spielen viele Nationalspielerinnen beobachten. Ein Vorteil?
Ja. Aber ich kenne trotzdem die meisten Spielerinnen, Kozuch, Hippe... Ich habe viele Matches der Champions League gesehen, Länderspiele, auch Bundesligaspiele von Dresden oder Potsdam. Ich habe etwa 40 Namen auf meiner Liste: 4, 5 Zuspielerinnen, 10 Angreiferinnen und so weiter.
Bereiten Sie sich also ab sofort auf Ihre Aufgabe als Bundestrainer vor?
Nein, ich muss erst meine Meisterschaft in Italien beenden, dann beginne ich die neue Aufgabe.
Bleibt Felix Koslowski auch bei Ihnen Co-Trainer in der Nationalmannschaft?
Ich könnte mir das vorstellen. Felix hat vor einigen Jahren für ein paar Tage in Novara mit mir gearbeitet, er wollte immer viel lernen, jeden Tag. Aber ich habe noch mit niemandem gesprochen, deshalb kann ich die Frage nicht beantworten. Aber ich denke, ich werde jetzt beim Challenge Cup darüber mit Felix reden.
Wir unterhalten uns gerade auf Englisch. Wird dies auch Ihre Sprache in der Nationalmannschaft sein?
Ich denke, im ersten Jahr schon. Die Spielerinnen sprechen ja alle englisch, einige haben auch schon in Italien gespielt. Aber ich werde sehr bald beginnen, die Sprache zu lernen. Mein Ziel ist, im zweiten Jahr alles auf Deutsch zu erklären. Das ist möglich, Volleyball ist einfach.

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