Schweriner SC : Saison-Planung läuft auf Hochtouren

Mittelblockerin Quinta Steenbergen (l.) soll möglichst auch in der kommenden Saison für den SSC angreifen. Albrecht
Mittelblockerin Quinta Steenbergen (l.) soll möglichst auch in der kommenden Saison für den SSC angreifen. Albrecht

Die Spielerinnen des Schweriner SC haben zwar gerade erst die deutsche Meisterschaft gewonnen, doch auf ihren Sieg wollen sie sich jetzt nicht ausruhen. Die Saison-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

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10. Mai 2013, 08:32 Uhr

Schwerin | Diese Saison ist gerade mit der Titelverteidigung zu Ende gegangen, da laufen die Planungen des frischgebackenen deutschen Volleyball-Meisters der Frauen für die kommende Spielzeit schon auf Hochtouren. Wie jedes Jahr wird ein Teil der Spielerinnen den Schweriner SC verlassen. Diesmal geht zusätzlich nach zwei Jahren erfolgreicher Arbeit auch Trainer Teun Buijs, den es weiter zu einem anderen europäischen Top-Club zieht (wir berichteten).

"Wir haben hier in Schwerin optimale Bedingungen. Und da wir jedes Jahr den Anspruch haben um einen Titel mitzuspielen, werden wir wieder eine schlagkräftige Mannschaft aufstellen", so SSC-Teamleitungsmitglied Michael Evers, der aufgrund der Erfolge der vergangenen Jahre "sehr viele Anfragen von guten deutschen Spielerinnen, aber auch von Ausländerinnen" vorliegen hat.

Auf jeden Fall verlassen Zuspielerin Denise Hanke (Eczacibasi Istanbul/wir berichteten), Außenangreiferin Anne Buijs (Ausland), Mittelblockerin Wiebke Offer (Studium) und Diagonalangreiferin Lucia Hatinova (Karriereende und zurück in ihre slowakische Heimat) den Club. Verträge haben Mittelblockerin Anja Brandt sowie die Außenangreiferinnen Lousi Souza Ziegler, Laetitia Moma Bassoko und Lisa Stein.

Verhandlungen stehen in den nächsten Tagen mit den Liberos Lisa Thomsen und Janine Völker, Mittelblockerin Quinta Steenbergen und Zuspielerin Tanja Joachim an. "Wir werden versuchen, sie alle zu halten. Wir gehen davon aus, dass es uns gelingen wird", so Evers.

Auf Außen, Diagonal und Mitte wird sich sicher adäquater Ersatz finden. Schwieriger wird sich da die Suche nach einer Top-Zuspielerin von der Qualität einer Denise Hanke gestalten. Da äußert sich Evers ganz klar: "In Deutschland hast du da nur noch eine Mareen Apitz. Wir würden sie gern verpflichten. Dresden aber wird sicher alles versuchen, sie zu halten. Ansonsten musst du im Ausland suchen." Aber da braucht der SSC sicher gar nicht so weit zu gehen.

Felix Koslowski als Trainer hoch im Kurs

Die Spekulationen, was die Besetzung der Zuspielerin anbelangt, halten sich unter den Fans in Grenzen. Immer wieder taucht da ein Name auf: Laura Dijkema. Die 23-jährige Niederländerin spielte in der vergangenen Saison beim USC Münster, davor stand sie ein Jahr beim VfB Suhl unter Vertrag. Laura Dijkema war zuletzt bei den Play-off-Spielen des Schweriner SC ein ums andere Mal in der Arena am Lambrechtsgrund zu Gast. Man kann jetzt natürlich dagegenhalten, als Niederländerin schaut sie sich ihre zahlreichen Nationalmannschaftskolleginnen auf Schweriner und Dresdner Seite wie Anne Buijs, Quinta Steenbergen, Robin de Kruijf, Judith Pietersen oder Myrthe Schoot an.

Hier kommt jedoch die nächste Spekulation ins Spiel. Diese betrifft natürlich den neuen Trainer. Und da ergibt dann so einiges einen Sinn. Die Fangemeinde hat sich längst auf den gebürtigen Schweriner Felix Koslowski eingeschworen. Der 29-Jährige war zuletzt zwei Jahre Chefcoach beim VfB Suhl. Dort verlängerte er seinen auslaufenden Vertrag nicht. Und Laura Dijkema zählte in seinem ersten Suhler Jahr zu seiner Mannschaft.

Von 2008 bis 2010 sammelte Koslowski als Co-Trainer in Italien (Chieri und Bergamo) wertvolle Erfahrung. Und die SSC-Fans kennen ihn natürlich aus seiner Zeit beim mittlerweile zehnfachen gesamtdeutschen Meister. Von 2003 bis 2008 stand er an der Seite des beliebten Norwegers Tore Aleksandersen. Schon vor zwei Jahren hielten sich die Gerüchte hartnäckig, als Aleksandersen wieder in seine Heimat ging, dass der SSC den jungen Trainer, der zudem Co bei Auswahltrainer Giovanni Guidetti ist, verpflichten wollte. Doch da zauberte die SSC-Teamleitung den Niederländer Buijs aus dem Hut. Man darf gespannt sein, ob die Spekulationen diesmal zutreffen, oder ob die SSC-Teamleitung wieder ein Ass aus dem Ärmel zieht, das keiner auf der Rechnung hat. Am Montag sollen laut Evers in Sachen Trainerverpflichtung Gespräche geführt werden.

Meisterfeier am Montag vor der Sparkasse

Am Montag ab 17.30 Uhr präsentiert sich die Meister-Mannschaft vor der Sparkasse am Marienplatz. Dort können alle Fans mit den SSC-Volleyballerinnen den Titel feiern und die Saison gemeinsam bejubeln. Zudem werden die Spielerinnen, die den Sportclub verlassen, sowie Coach Teun Buijs, verabschiedet.

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