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Volleyball - SSC : Revanche bei Roten Raben verpasst

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Schweriner Volleyballerinnen ziehen in Vilsbiburg verdient mit 1:3 den Kürzeren und verharren weiter im Mittelfeld der Tabelle

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2014 | 20:00 Uhr

Da war nicht viel zu holen! Volleyball-Bundesligist Schweriner SC musste bei den Roten Raben Vilsbiburg seine dritte Bundesliga-Niederlage aus den letzten vier Spielen quittieren. Trotz eines gelungenen Auftakts verlor die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski in Niederbayern verdient mit 1:3 (22, -15, -21, -19) und blieb dabei in vielen Elementen hinter den eigenen Erwartungen zurück. Damit gelang auch die Revanche für die 0:3-Hinspielschlappe nicht.

Während sich der Pokalfinalist aus Vilsbiburg nach dem Nord-Süd-Schlager vor der Saisonrekordkulisse von 1839 Zuschauern in der Vilsbiburger Ballsporthalle minutenlang mit „Standing Ovations“ feiern ließ, verkrümelten sich die Schweriner Schmetterlinge tief enttäuscht in eine entlegene Ecke der Halle. „Der erste Satz war wirklich sehr gut, aber danach haben wir aufgehört Volleyball zu spielen, waren nicht aggressiv genug und haben zu viele Fehler gemacht“, musste SSC-Kapitän Lousi Sousa Ziegler festhalten, dass ihr Team der großen Angriffswucht der Raben nicht gewachsen war.

Wer von  den Schwerinnerinnen eine, ob des plötzlichen Abschieds von Trainer Jorge Munari unter der Woche, verunsicherte Vilsbiburger Mannschaft erwartetet, der hatte sich in jedem Fall gehörig geschnitten. Die Raben gingen vielmehr mit einer „Jetzt erst recht“-Mentalität auf die Platte, wurden aber von den Gästen nach einem guten Start erst mal geschickt ausgebremst. Nach einem 6:11-Rückstand brachte Coach Felix Koslowski seine Truppe mit einer frühen Auszeit wieder ins Rennen. Dank einer sehr stabilen Vorstellung und etlichen Fehlern sowie Abstimmungsproblemen bei den Raben ging die Eröffnungsrunde mit 25:22 an die Norddeutschen. Das sollte es allerdings mit der mecklenburgischen Herrlichkeit an der Vils auch schon gewesen sein.

„Kompliment an Vilsbiburg. Sie haben nach der turbulenten Woche wirklich eine gute Reaktion gezeigt. Im ersten Satz haben wir diszipliniert gespielt, aber dann haben uns die Raben mit ihren starken Aufschlägen immer mehr unter Druck gesetzt und waren sehr aggressiv. Außerdem konnten sie sich auf die Punkte von Liana Mesa Luaces verlassen“, traf SSC-Coach Felix Koslowski in seinem Spielfazit den Nagel auf den Kopf. Zudem fehlte es Schwerinnerinnen in den entscheidenden Momenten des Spitzenspiels vor allem an der nötigen Effektivität im Angriff (nur 38 Prozent).

Schwierigkeiten in Annahme und Aufbau

Gerade über den risikoreichen Aufschlag dominierte Vilsbiburg die Partie nun klar und bereitete Schwerin besonders in Annahme und Spielaufbau immer wieder große Schwierigkeiten. Darüber hinaus brachte der SSC auch Neuzugang Tatyana Mudritskaya (18 Punkte), die weder im Angriff noch im Block ein spielentscheidender Faktor war, nicht häufig genug in eine aussichtsreiche Position. Mit dem Publikum im Rücken stürmte Vilsbiburg erst zu einem 25:15 und hatte im vorentscheidenden dritten Abschnitt schließlich die besseren Nerven.

In einer packenden, aber sicher nicht immer hochklassigen Partie kämpfte sich Schwerin beherzt zu einem 19:17, ehe eine Aufschlagserie von Jennifer Geerties bis zum 21:19 für die Raben die Wende brachte. Vilsbiburg brachte erst ein 25:21 auf die Anzeigetafel und dominierte schließlich auch in Satz vier die Begegnung. Zwar ließ sich der SSC nicht hängen und kam nach einem 2:7 noch einmal zurück, war aber den aggressiven und durchschlagskräftigen Raben nun nicht mehr gewachsen und kassierte mit einem 19:25 eine verdiente 1:3-Niederlage, durch die der Vorjahresmeister weiter im Tabellenmittelfeld verharrt.

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