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SSC Volleyball : Potsdam eine Lehrstunde erteilt

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Volleyball-Bundesliga: Rekordmeister Schweriner SC gewinnt Heimspiel vor begeisterten 1797 Fans souverän mit 3:0

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erstellt am 25.Jan.2015 | 19:30 Uhr

„Heute hat nicht nur das Spielen viel Spaß gemacht, auch die Zuschauer sind richtig toll mitgegangen“, freute sich am Samstagabend Anja Brandt. Allerdings hatten es die SSC-Mittelblockerin und ihre Mannschaftskolleginnen vom deutschen Volleyball-Rekordmeister der Frauen den 1797 Fans in der heimischen Arena auch besonders leicht gemacht, bester Stimmung zu sein. In durchaus überschaubaren 72 Spielminuten hatten sie den SC Potsdam besiegt und dank einer gut aufgelegten Zuspielerin Diana Nenova – vom Gästetrainer zur besten SSC-Akteurin gewählt – sowie dank variabler Angriffe über alle Positionen mit einer 3:0 (22, 18, 14)-Packung heimgeschickt.

Zur Erinnerung: Beim Bundesliga-Hinrundenspiel Ende November in der brandenburgischen Landeshauptstadt hatte der SSC noch den Tiebreak bemühen müssen, um zumindest mit einem knappen 3:2 die Oberhand zu behalten. Seinerzeit hatte ihnen in erster Linie Potsdams Hauptangreiferin Michala Kvapilova, mit 261 Punkten Top-Scorerin der Liga, die Hölle heiß gemacht und allein 25 Punkte eingeschenkt. Am Samstag in der Arena hingegen kam die tschechische Nationalspielerin kaum zum Zug – weil der SSC sie nicht zur Entfaltung kommen ließ, sie immer wieder in der Annahme arg beschäftigte und ihr diesmal nur sieben Punkte gestattete.

Das konnte der Rest des Potsdamer Sechsers nicht abfedern, auch wenn dieser in der vergangenen Woche noch unverhofft einen prominenten Neuzugang zu verzeichnen hatte. Nadja Schaus (in der Saison 2010/11 für den SSC am Ball) kam vom Köpenicker SC, der Gerüchten zufolge akute Finanzprobleme haben soll. Ändern konnte die 54-fache Nationalspielerin an der Lehrstunde für ihre neue Potsdamer Mannschaft nichts.

Allenfalls im ersten Satz durften die Gäste noch ein paar Hoffnungen hegen. Da nutzten sie leichte Schweriner Anlaufschwierigkeiten zu einer eigenen 9:6-Führung und wehrten später drei Satzbälle ab. Den vierten aber versenkte Nationalspielerin Jennifer Geerties, die immer mehr zu ihrer Dynamik von der WM im September/Oktober zurückfindet, mit einem wuchtigen Angriffsschlag zum 25:22.

Danach lagen die Gäste nur noch zweimal mit dem SSC gleichauf – und das auch nur, weil die Sätze nunmal mit 0:0 beginnen. Ansonsten liefen sie nur noch veritablen Rückständen hinterher, ehe Yvon Beliën mit einem Aufschlag-Ass zum 25:18 und wiederum Jennifer Geerties mit einem gelungenen Angriff aus dem Hinterfeld zum 25:14 die souverän gespielten Sätze zwei und drei beendeten.

„Ich hatte von uns mehr erwartet“, konstatierte anschließend ein enttäuschter Potsdamer Trainer Alberto Salomoni, bescheinigte dem Gastgeber aber im gleichen Atemzug „ein sehr gutes Spiel“.

Das sah auch SSC-Trainer Felix Koslowski so. „Block und Abwehr waren heute sehr gut. Im Angriff haben wir gut gespielt, haben unsere Chancen gut genutzt, nur manchmal aus der Abwehr heraus zu forsch angegriffen“, fasste der Coach seine eigenen Eindrücke vom fünften Sieg des SSC im fünften Spiel des Jahres zusammen.

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