SSC Schwerin : Pokaltraum ist ausgeträumt

Zum Ausrasten: SSC-Trainer Felix Koslowski hatte gestern Abend mehrfach gute Gründe, sich aufzuregen.
Zum Ausrasten: SSC-Trainer Felix Koslowski hatte gestern Abend mehrfach gute Gründe, sich aufzuregen.

Schweriner Volleyballerinnen kassieren im Cup-Viertelfinale in Stuttgart erste Saisonniederlage

svz.de von
03. Dezember 2014, 22:15 Uhr

Am ersten März-Wochenende im Gerry-Weber-Stadion von Halle/Westfalen das Pokalfinale spielen – das hatten die Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC eigentlich fest eingeplant. Aber daraus wird nichts: Der SSC verlor gestern Abend ein jederzeit umkämpftes Viertelfinale bei Allianz MTV Stuttgart mit 1:3 (-21, 25, -20, -23) und kassierte ausgerechnet in diesem Wettbewerb seine erste Saisonniederlage.

Schwerins Trainer Felix Koslowski probierte dabei sämtliche Variationen seines 14-köpfigen Kaders, fand aber keine wirksamen Mittel. Der MTV machte vom Start weg Druck, ging mit 8:4 und 16:11 in die technischen Auszeiten und holte Satz 1 souverän.

Lediglich zu Beginn des zweiten Durchgangs leisteten sich die Gastgeberinnen eine Schwächephase. Der SSC schien über 8:3 und 16:9 zu enteilen, aber gegen Ende des Satzes hatte sich Stuttgart wieder gefangen und macht dem SSC das Leben wieder schwer. Den ersten Satzball beim 24:23 vergab Schwerin noch, um aber dann im zweiten Versuch den Durchgang doch noch zu holen.

Hoffnung keimte auf im Lager des gesamtdeutschen Rekordmeisters, der zuvor alle zehn Pflichtspiele der laufenden Saison gewonnen hatte. Aber Stuttgart hatte sich wieder gefangen. Zwar führte der SSC in der Anfangsphase von Satz 3 noch knapp, aber ab der Mitte des Durchgangs dominierten die Gastgeberinnen. Auch in Satz 4 lag Stuttgart durchweg in Führung.

„In den entscheidenden Phasen haben wir die Fehler gemacht und Stuttgart die Punkte. Und weil bei uns niemand wirklich für Zähler sorgen konnte, war ich gezwungen, ständig zu wechseln. Wir sind alle sehr traurig.“

Während Koslowski enttäuscht auf die Statistik blickte, badete sein Stuttgarter Kollege Guillermo Naranjo Hernández im Glücksgefühl: „Ich habe immer gesagt, dass wir eine Mannschaft sind. Katherine Harms hat am Samstag gegen Potsdam kaum gespielt, heute wurde sie zur wertvollsten Spielerin gekürt.“ Auf Schwerins Seite wiederfuhr Yvon Belien diese Ehre.


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