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SSC Volleyball : Pokal noch aus der Hand gegeben

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Der SSC Palmberg Schwerin unterliegt nach wechselvollem Spiel Stuttgart mit 2:3

svz.de von
erstellt am 29.Jan.2017 | 19:14 Uhr

Mannheim Am  Ende flossen sogar ein paar Tränen. Aber nicht die erhofften Tränen der Freude, sondern leider welche des Frustes.  Mit 2:3  (22, 21, -23, -15, -12) hatte der SSC Palmberg Schwerin gerade das deutsche Volleyball-Pokalfinale gegen MTV Allianz Stuttgart verloren und es damit verpasst, nach dem Pokalsieg von 2013 endlich wieder einen Titel zu gewinnen.

Dabei sahen die Schwerinerinnen vor 10 143 Zuschauern in der gigantischen Mannheimer  SAP-Arena, darunter rund  700 lautstark anfeuernde und größtenteils mit dem eigens eingesetzten Fanzug angereiste Schweriner,  lange wie der sichere Sieger aus. „Das  ist sehr bitter für uns, denn wir hatten in den ersten zwei Sätzen sehr souverän gespielt“, befand Nationalspielerin Maren Brinker. „Aber schon Ende dieses Satzes lassen wir uns unseren Spielfluss nehmen“, schilderte die 31-Jährige die Situation, als der SSC sage und schreibe acht Satzbälle brauchte, um aus einem 24:14 endlich ein 25:21 zu schaffen und Durchgang  zwei nach Hause zu bringen.

„Stuttgart hat da sehr, sehr viel riskiert und wurde mit vielen Punkten belohnt. Auch wenn wir diesen Satz gewannen: Ich glaube, das war der Knackpunkt“, resümierte Schwerins erfahrene Außenangreiferin und war sich darin einig mit ihrem Trainer einig.

„Wir haben super gut angefangen, sehr gut und sehr ruhig gespielt“, befand Felix Koslowski. „Wir waren überlegen im Aufschlag und in der Annahme und damit auch im Blockspiel.   Aber dann hat sich das Momentum gedreht, als  Stuttgart dann variabler und selbstbewusster spielte.“

Um ein Haar hätten sich die SSC-Mädels aber trotzdem noch den Pott geholt. Im dritten Satz lagen sie ihrerseits bereits mit 9:17 schier hoffnungslos im Hintertreffen. Mit einer bravourösen Aufholjagd wie im Satz zuvor Stuttgart kämpften sie sich Punkt für Punkt heran und gingen sogar mit 21:20 in Führung. Dann jedoch fehlte die letzte Konsequenz und statt das tolle Finalduell mit einem 3:0 zu beenden und sich den Pokal zu sichern, ließen sich die SSC-Mädels doch noch mit 23:25 abfangen. Stuttgart gewann seinen ersten Satz und plötzlich war das Spiel wieder hochspannend. „Das darf uns natürlich nicht passieren. An der Stelle hätten wir  den Sack unbedingt zubinden müssen, gar keine Frage“, sagte Trainer Felix Koslowski.

Der eigentliche Knackpunkt der Partie aber war in den Augen des SSC-Coaches „ein absoluter Stuttgarter Glückswechsel. Mit Karmen Kocar haben sie Ende des zweiten Satzes eine ganz erfahrene Zuspielerin gebracht. Die hatte in der ganzen Saison zuvor vielleicht einen Satz gespielt. Aber im Finale war sie letztlich Stuttgarts Matchwinner. Wir haben zwar mit unserem Trainerstab alles versucht, aber wir haben das Spiel nicht noch einmal drehen können.“

Als Trost bleibt dem 32-Jährigen und seiner Mannschaft, Teil einer sehr, sehr spannenden Partie mit vielen tollen Ballwechseln gewesen zu sein. „Jetzt müssen wir erst einmal runterkommen, dieses Finale analysieren und daraus lernen. Denn die Saison ist noch lange nicht zu Ende.“

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