SSC Siegt in Schwerin : Playoff-Start vollauf gelungen

Jubel beim SSC-Sechser um Greta Szakmáry (Nr. 1), Louisa Lippmann (Nr. 3), Luna Carocci (Nr. 7) und Denise Hanke (Nr. 10): Das erste Spiel des Playoff-Viertelfinals um die Meisterschaft hat der Titelverteidiger gegen Münster souverän gewonnen.  Fotos: Dietmar Albrecht
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Jubel beim SSC-Sechser um Greta Szakmáry (Nr. 1), Louisa Lippmann (Nr. 3), Luna Carocci (Nr. 7) und Denise Hanke (Nr. 10): Das erste Spiel des Playoff-Viertelfinals um die Meisterschaft hat der Titelverteidiger gegen Münster souverän gewonnen. Fotos: Dietmar Albrecht

SSC-Volleyballerinnen haben mit 3:0-Heimsieg (22, 14, 20) über Münster ersten Schritt Richtung Meisterschafts-Halbfinale vollzogen

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18. März 2018, 20:00 Uhr

Der SSC Palmberg Schwerin ist auf dem Weg zur Verteidigung des deutschen Meistertitels im Frauen-Volleyball einen wichtigen Schritt vorangekommen. Zum Auftakt der Viertelfinal-Playoffs (Modus „Best of three“) gelang am Samstagabend in heimischer Arena vor 1756 Zuschauern ein deutlicher 3:0-Sieg (22, 14, 20) über den einstigen Erzrivalen USC Münster. Damit braucht der SSC aus den verbleibenden maximal zwei Duellen nur noch einen Sieg zum Erreichen des Halbfinales. Womöglich klappt das ja schon am Sonntag (14.30 Uhr) beim Gastspiel in Münster.

„Ich hatte am Dienstag beim EC-Spiel gegen Eczacibasi Istanbul gesagt, dass es uns noch an Erfahrung fehlt für solch einen Gegner. Heute war es umgekehrt, da waren wir das weitaus erfahrenere Team“, konstatierte SSC-Trainer Felix Koslowski.

Diese Erfahrung brauchte es auch, um den aus Gastgebersicht lange schleppend verlaufenen ersten Satz, in dem Münster zwischenzeitlich auf 13:9 enteilt war, noch umzubiegen. Anfangs hatte es danach ausgesehen, als würde der SSC nach dem zweiten Gang suchen, um so richtig in Fahrt zu kommen. „Das täuscht. Es war eher so, dass wir zunächst nicht wie erhofft zum Zuge kamen, weil Münster da sehr gut gespielt hat“, widersprach Koslowski diesem Eindruck. Zwar hätte man mit den Aufschlägen gezielt Münsters Annahme-Schwachpunkt Ivana Vanjak gesucht, „aber sie hat die Annahme zunächst gehalten. Erst nachdem wir noch mehr Druck in unsere Aufschläge brachten und sie dann doch anfing, Fehler zu machen, gelangen uns auch die nötigen Punkte“, sagte der Trainer.

„Ich hatte aber selbst im ersten Satz nicht einen Moment lang das Gefühl, dass heute etwas anbrennen könnte“, bekannte SSC-Kapitän Jennifer Geerties, die selbst mit Aufschlagserien glänzte. „Ich wusste, wenn wir nicht nervös werden würden, dann würden wir das schon noch geregelt bekommen. Und wir sind nicht nervös geworden.“

In der Tat: Mit sozusagen meisterlicher Ruhe bogen die Schwerinerinnen den ersten Satz um und Jenny Geerties packte den Deckel zum 25:22 drauf. Absolut souverän spulten sie dann den zweiten Satz ab, in dem Lauren Barfield nach nur 20 gespielten Minuten den Schlusspunkt zum 25:14 setzte. Und auch den Großteil des dritten Satzes dominierte der SSC. Mit einem Schönheitsfehler. Mit einem 16:10-Polster im Rücken und dem sicheren Sieg vor Augen ließ es der Meistersechser für ein paar Minuten an der Konzentration mangeln – und prompt hieß es 16:16.

Das blieb jedoch nur noch eine Momentaufnahme. Ebenso schnell war der SSC auch wieder auf und davon. Und als Louisa Lippmann beim zweiten Spielball mit ihrem 21. Punkt der Partie das 25:20 erzielte, war der Playoff-Auftaktsieg nach 70 Spielminuten auf der Habenseite verbucht.

Am Sonntag um 14.30 Uhr steht in Münster das zweite Spiel an. „Wir haben im ersten Satz einen Eindruck davon bekommen, was uns dort erwartet“, sagte Felix Koslowski, der zuvor mit seiner Mannschaft morgen „in Istanbul noch ein ordentliches Europacup-Spiel abliefern“ will.

USC-Trainer Teun Buijs, 2012 und 2013 mit dem SSC jeweils Meister und Pokalsieger geworden, verabschiedete sich seinerseits freundlich lächelnd mit den Worten: „Wir sehen uns in einer Woche.“ Und das darf zweifellos als (sportliche) Drohung verstanden werden.

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