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SSC Volleyball : Pflichtsieg in Suhl eingefahren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SSC-Volleyballerinnen besiegeln mit 3:1 (17, 17, -16, 15) in deren „Wolfsgrube“ sportlichen Abstieg der VolleyStars Thüringen

Felix Koslowski genoss die Rückkehr an seine frühere sportliche Wirkungsstätte, die Suhler „Wolfsgrube“. Dass er weitere drei Punkte nach Schwerin entführen konnte, war angesichts der prekären Tabellensituation der VolleyStars Thüringen, die nach dem aktuellen Spieltag auch rechnerisch abgestiegen sind, nur eine Randnotiz. „Ich hoffe aber, dass sie in der 1. Liga bleiben“, sagte Koslowski mit Blick auf noch ausstehende Lizenzierungsentscheidungen anderer Vereine.

Im Spiel allerdings hatte Koslowski nicht immer entspannt gewirkt. „Im dritten Satz haben die VolleyStars ihre Chancen gut genutzt“, sprach er genau jene Phase der Partie an, in der die Spielordnung beim aktuellen Tabellenzweiten nicht mehr richtig vorhanden zu sein schien. Vielleicht lag es auch daran, dass mehrere SSC-Spielerinnen, darunter die für das SSC-Ensemble extrem wichtige Zuspielerin Denise Hanke, mit Fieber im Hotel bleiben mussten. „Darüber hinaus war es für uns auch nach dem Spiel in Rumänien, der Fahrt nach Suhl und der ungewöhnlichen Anpfiffzeit (das Spiel war auf Wunsch des Fernsehens auf 14 Uhr vorverlegt worden – d. A.) schwierig, wieder in unseren Rhythmus zu finden“, so Koslowski.

Alles in allem zeigte sich der Schweriner Trainer aber doch recht zufrieden mit dem 3:1-Sieg und der Leistung seiner beiden jungen Zuspielerinnen Michaela Wessely und Tanja Joachim, die ihre Sache gut gemacht hätten. Auch sie hatten aber nicht verhindern können, dass die Gastgeberinnen die nach der 10-Minuten-Pause vor Satz drei entstandene Unordnung beim SSC dazu nutzten und den dritten Durchgang von Beginn an dominierten.

In den beiden Durchgängen zuvor hatten die Schwerinerinnen ihre spielerische Überlegenheit auch gnadenlos in Punkte umgemünzt. Vor allem die Angreiferinnen Tabitha Love, Anja Brandt und die zur wertvollsten Schwerinerin gewählten Lousi Souza Ziegler hatten jeweils für ein großes Punktepolster ihrer Mannschaft gesorgt.

Zwar kamen die VolleyStars immer wieder nochmal ein paar Punkte heran, in Summe aber präsentierten sich die Gäste aber merklich frischer, wacher und konnten auch von der hohen Suhler Fehlerquote profitieren.

Dieses Szenario setzte sich im vierten Satz fort. Schwerin hatte den vorherigen Schock gut verdaut, zog schnell wieder auf 10:6 davon. Jetzt wurde ihnen das Leben durch die abermals vielen Suhler Fehler leicht gemacht, denn eine Aufgabe der VolleyStars nach der anderen landete im Netz oder im Aus. Als Veronika Hroncekova zum Aufschlag schritt, war die Suhler Gegenwehr längst erloschen, der Sieg der Schwerinerinnen besiegelt.

Suhls Trainer Andreas Renneberg bescheinigte seiner Mannschaft, sich relativ gut aus der Affäre gezogen zu haben Und mit Blick auf die Abstiegsentscheidung fügte der einstige Coach des VCO Schwerin hinzu: „Jetzt können wir nur warten und hoffen.“



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