SSC im Europapokal weiter : Pflicht mit Bravour erfüllt

Kaum ein Durchkommen: Stand der SSC-Block wie hier Yvon Beliën (l.) und Jana Franziska Poll zu weit auseinander, sicherte hinten – hier Laura Weihenmaier – meist jemand aufmerksam ab.
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Kaum ein Durchkommen: Stand der SSC-Block wie hier Yvon Beliën (l.) und Jana Franziska Poll zu weit auseinander, sicherte hinten – hier Laura Weihenmaier – meist jemand aufmerksam ab.

Der Schweriner SC hat sich am Mittwochabend mit einem souveränen 3:0 (25:12,25:13, 25:14)-Heimsieg über den belgischen Erstligisten VC Oudegem für die Hauptrunde des europäischen Challenge Cups qualifiziert.

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26. November 2014, 21:01 Uhr

Pflicht im Europacup erfüllt und Schwung geholt für die nächsten Aufgaben in der Bundesliga und im DVV-Pokal: Für die Volleyball-Damen des Schweriner SC hätte der Abend kaum erquicklicher verlaufen können.

Bereits mit dem 3:1-Polster aus dem Hinspiel der 2. Runde des Challenge Cups 13 Tage zuvor in Belgien ausgestattet, machte die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski in heimischer Halle nicht viel Federlesens mit dem  VC Oudegem.  Nach gerade einmal 63 Spielminuten  (20, 22, 21) und Satzergebnissen von 25:12, 25:13 und 25:14 war die Lehrstunde für Belgiens Meisterschaftsvierten auch schon vorbei.

Sehr zur Freude natürlich von Felix Koslowski. „Der Schlüssel war,  dass wir gut in der Annahme spielten und dass der Block eine Macht war“, analysierte Schwerins Trainer, „und wenn  du dann noch so konzentriert beginnst wie wir heute, dann kannst du  förmlich zugucken, wie der Gegner sozusagen moralisch in die Knie geht.“

Zu sehen war das besonders an Oudegems belgischer Nationalspielerin Lore Gillis. Im Hinspiel mit insgesamt 30 erzielten Punkten noch die gefährlichste Angreiferin in der Partie überhaupt,  brachte sie es gestern gerade einmal auf vier Zähler. „Die wollten wir gezielt aus dem Spiel nehmen – das ist gut gelungen“, sagte der SSC-Trainer. Sogar so gut, dass Gillis in Satz zwei für eine geraume Weile sogar ganz vom Feld verschwand.

Dass die Punktausbeute der besten SSC-Sammler Laura Weihenmaier (9), Yvon Beliën (8) und Veronika Hroncekova (7) auch nicht eben überbordend war, lag daran, dass nur Letztere durchspielte.

Doch erst im dritten Satz wechselten die Gastgeber munter durch.  Zuvor hieß die Trainer-Maxime: Keine Experimente, erst die beiden  noch notwendigen Satzgewinne unter Dach und Fach bringen! Dann allerdings bekam nach und nach jede aus dem gestrigen Kader ihre Einsatzchance – und der Startsechser fast komplett seine wohlverdiente Pause. Das bereits mit Blick auf die beiden nächsten – und weit schwereren – Aufgaben am Samstag (19 Uhr) im Bundesliga-Heimspiel gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg sowie am kommenden Mittwoch im Viertelfinale des DVV-Pokals beim MTV Stuttgart. Den hatte der SSC bekanntlich erst vor knapp zwei Wochen zu Hause in der Liga gerade noch so 3:2 bezwungen.

Doch noch einmal zurück aufs EC-Parkett: Mit ihrem gestrigen Weiterkommen haben die Schweriner Damen im Challenge Cup übrigens die nächste Hürde auch gleich mitübersprungen. Denn der Gegner in Runde drei im Dezember hätte Sewerodonezk geheißen. Doch die ukrainische Mannschaft hat aufgrund des bewaffneten Konflikts in ihrer Heimat ihr Startrecht zurückgegeben. So geht es für den deutschen Rekordmeister  erst im Januar im Achtelfinale weiter. Dort wird er nach Lage der Dinge auf den ATSC Klagenfurt aus Österreich oder Belgiens Topteam Asterix Kieldrecht treffen. Trainer Koslowski: „Ich persönlich tippe auf Kieldrecht – und das ist schon ‘ne gute Truppe. Gut für uns ist allerdings, dass wir wieder zuerst auswärts spielen. Denn wenn man auswärts mit einem Sieg vorlegen kann, spielt es sich zu Hause umso leichter.“ So wie gestern Abend eben.

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