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SSC kurz vor Meistertitel : „Noch einmal volle Konzentration“

vom
Aus der Onlineredaktion

SSC-Volleyballerinnen haben heute die Meisterschaft im Visier

von
erstellt am 26.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Immer schön den Ball flachhalten! Dieser Rat ist im Volleyball, dem Spiel am hohen Netz, eigentlich kontraproduktiv – in diesem Fall aber ist er nicht von der Hand zu weisen. „Stuttgarts Team ist immer dann am stärksten, wenn es mit dem Rücken zur Wand steht“, wird SSC-Trainer Felix Koslowski im Vorfeld des heutigen dritten Finalduells um die deutsche Meisterschaft gegen Allianz MTV Stuttgart nicht müde zu warnen. Zwei Siege hat seine Mannschaft bereits in der Tasche – ein einziger fehlt noch, um das im Modus „best of five“ gespielte Play-off-Finale zu gewinnen und die Meisterschale erstmals seit 2013 wieder nach Schwerin zu holen.

Dass der SSC diesen dritten Sieg liebend gern schon heute (Anpfiff 19 Uhr) in der heimischen Palmberg-Arena erringen will, versteht sich von selbst. „Dafür ist noch einmal volle Konzentration nötig“, sagt Trainer Koslowski und erinnert daran, dass „wir noch nichts gewonnen haben. Auch im Pokalfinale lagen wir gegen Stuttgart nach Sätzen schon 2:0 vorn und verloren am Ende 2:3. Was uns in dem Spiel passierte, soll sich in der Finalserie keinesfalls wiederholen.“

Mittelblockerin Lauren Barfield ist da sehr zuversichtlich: „Nach dem Sieg in Stuttgart und vor allem, wie wir da zum Schluss auftraten, glaube ich fest an den Sieg“, sagte die US-Amerikanerin beim Training am Montagabend.

Außenangreiferin Maren Brinker hatte nach der gegen Wiesbaden gewonnenen Halbfinalserie auf die Frage, ob sie im Finale lieber zweimal nach Stuttgart oder zweimal ins nur halb so weit entfernte Dresden fahren würde, augenzwinkernd mit der Gegenfrage geantwortet: „Warum zweimal?“

Mit diesem Satz könnte sie sich heute als Prophetin erweisen, doch davon will Deutschlands Volleyballerin des Jahres 2016 so rein gar nichts wissen. „Natürlich wären wir alle überglücklich, wenn wir die Sache im dritten Spiel zu Hause zu unseren Gunsten regeln könnten. Aber das wird mit Sicherheit eine ganz, ganz schwere Aufgabe.“

SSC-Libera Lenka Dürr pflichtet ihr uneingeschränkt bei: „Die Stuttgarterinnen werden alles in die Waagschale werfen, was sie haben. Mit dem drohenden Aus vor Augen können sie volles Risiko gehen. Und das werden sie.“

Darauf ist auch Spielführerin Jennifer Geerties eingestellt, sieht ihre Mannschaft aber klar in der Vorhand: „Wir haben in Stuttgart gezeigt, wie es geht. Wir haben sie dort in der Annahme schwer beschäftigt. Aber sie uns zeitweise auch, ganz besonders im zweiten Satz. Eine solche Phase gilt es diesmal zu vermeiden.“

Fans als „Gelbe Wand“ auf allen Rängen


Helfen sollen den Mädels ihre Fans in der seit Montag restlos ausverkauften Halle. So bittet der SSC die Zuschauer, durch ihr Outfit die Palmberg-Arena heute in Gelb strahlen zu lassen und von allen Rängen als „Gelbe Wand“ hinter der Mannschaft zu stehen.

„Ich habe schon auf Facebook gesehen, dass die Halle ausverkauft ist. Das wird toll“, freut sich Außenangreiferin Lousi Souza Ziegler, die schon bei den Meistertiteln 2009 und 2013 dabei war. Und Maren Brinker ergänzt: „Eine volle Halle, klasse Stimmung – das wird ein würdiger Rahmen für das Spiel.“

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