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Felix Koslowski : Nach der WM ist vor der Liga

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Felix Koslowski, Co-Trainer des DVV und Cheftrainer des Schweriner SC, im Gespräch

von
erstellt am 09.Okt.2014 | 21:19 Uhr

Die WM in Italien ist für die deutschen Volleyball-Damen leider schon zu Ende, die Meisterschaft steht bereits vor der Tür. Dennoch nahm sich Felix Koslowski (30), Co-Trainer der Nationalmannschaft und Cheftrainer des Schweriner SC, Zeit für ein Interview.

Wie geht's, haben Sie das WM-Aus schon komplett verdaut?

Koslowski: Es geht schon wieder besser. Es war eine anstrengende Zeit mit einem schlussendlich akzeptablen Ergebnis. Wir waren voriges Jahr Zweiter bei der EM, wurden jetzt Neunter der Welt. Mit Russland, Italien und Serbien sind wieder nur drei europäische Mannschaften vor uns. Und bei einer WM kommen mit Brasilien, USA, China noch ganz andere Kaliber dazu. Wenn man also unser Ergebnis mit den Zielen (eine Medaille, d. Red.) vergleicht, war es schlecht – aber man sollte realistisch einordnen, dass Deutschland dort hingehört.

Woran lag es, dass es nicht mehr wurde?

Wir waren etwas gehemmt am Anfang, vielleicht war der Druck durch das unglaublich gute Ergebnis der Männer (holten WM-Bronze, d. Red.) zu groß. Und es gab drei knappe 2:3-Niederlagen. Wenn wir nur zwei von denen gewonnen hätten, wären wir jetzt noch im Turnier. Aber hätte, hätte...

Bundestrainer Giovanni Guidetti hinterfragt sich, überlegt, ob er weitermacht…

Wir haben alle gegrübelt, ob wir immer das Richtige gemacht haben und immer die besten Entscheidungen getroffen haben. Giovanni hat Samstag ein Gespräch mit dem Verband, danach schauen wir mal.

Inwieweit betrifft seine Entscheidung auch Ihre Zukunft als Co-Trainer der Nationalmannschaft?

Zunächst bin ich und sind wir alle im Umfeld der Überzeugung, dass Giovanni der Richtige ist. Sollte er trotzdem hinschmeißen, würde ich nicht in die erste Reihe wollen. Wenn, dann bräuchte das Team einen neuen Input – ich bin ein Schüler von Giovanni, bin immer seinen Weg mitgegangen, es würde also keinen Sinn machen. Aber nochmal: Ich denke, es geht mit ihm weiter.

Seit wann sind Sie wieder in Schwerin, wie schalten Sie ab, bevor es wieder beim SSC los geht?

Wir sind Montagabend gefahren. Ich verbringe Zeit mit der Familie, war schließlich fast vier Monate ununterbrochen unterwegs, da bleibt viel liegen und muss erledigt werden. Aber Mittwochabend war ich schon wieder in der Halle, habe mit Micha und Charly (die Co-Trainer Michael Döring und Davide Carli, d. Red.) ein paar organisatorische Dinge erledigt. Montagabend geht es wieder richtig los, dann zum ersten Mal mit dem kompletten Kader. Auch mit den Nationalspielerinnen Jenny Geerties, Laura Weihenmaier, Diana Nenova und Yvon Belien.

In zwölf Tagen findet in Köpenick das erste Bundesligaspiel statt. Was haben Sie bislang mitbekommen, wie ist der SSC in Form?

Sie sind auf einem sehr guten Niveau, ich bin echt zufrieden.

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