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Volleyball: SSC in Köpenick : Mit Steigerung zum Arbeitssieg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bundesliga-Volleyballerinnen vom SSC Palmberg Schwerin gewinnen 3:1 in Köpenick, tun sich aber drei Sätze lang schwer

Der NDR-Kollege auf dem Platz neben unserem Berichterstatter beim Samstagabend-Gastspiel von Bundesliga-Spitzenreiter SSC Palmberg Schwerin beim Neunten Köpenicker SC in dessen Hämmerlinghalle, die sie beim Gastgeber gerne als „Hämmerlinghölle“ bezeichnen, brachte es nach in 28 Minuten mit 25:23 gewonnenem ersten Satz auf den Punkt: „Das war die bislang schlechteste Saisonleistung, die ich vom SSC gesehen habe.“

In der Tat tat sich der Liga-Primus ohne seine erkrankte Vize-Kapitänin Jennifer Geerties schwer, seinen Rhythmus und Antworten auf die Kampfkraft der Gastgeberinnen zu finden. Am Ende hieß es nach 1:44 Stunden dann zwar 3:1 (23, 19, -20, 12) für den Favoriten, aber die Ups & Downs wechselten sich auch nach dem holprigen Auftakt fröhlich ab. Erst im vierten Durchgang hatten sich die Blau-Gelben, die vor 430 Zuschauern auf den Rängen wie gehabt vom eigenen Fanblock lautstark unterstützt wurden, so richtig gefunden und beherrschten den KSC nach allen Regeln der Volleyballkunst.

Die tapfer dagegenhaltenden Gastgeberinnen mussten da – endlich! – dem Schweriner Dauerdruck Tribut zollen, konnten die harten Angriffe über die Außen und die Mitte nicht mehr durch starke Annahmen parieren. Beim SSC punkteten mit Louisa Lippmann (16), Ariel Gebhardt (15), der letztlich zum MVP bei Schwerin gewählten Ex-Köpenickerin Lauren Barfield (14) sowie Maren Brinker (12) gleich vier Spielerinnen zweistellig.

SSC-Trainer Felix Koslowski war vor dem Pokalfinale gegen Stuttgart in einer Woche in Mannheim trotz der „Klemmstellen, die es gab“, nicht unzufrieden. „Köpenick ist für seine Verhältnisse und Möglichkeiten ein gut organisiertes Team. Wer hierher fährt und meint, die putzen wir mal weg, ist respektlos. Der KSC spielt gut im System und hat mit Ex-Nationalspieler Manuel Rieke einen guten Coach. Da sieht man eine Handschrift und Fortschritte“, lobte Koslowski. Erst im vierten Satz „haben wir sie gebrochen und wenig Fehler gemacht“. Schlage ein Gegner gut auf, wie es der KSC zu Beginn getan habe, sei es schwer, „den Favoritendruck, den wir immer haben, zu handeln“.

Diese Situation kenne das Team durchaus, denn im Europacup spiele ja Schwerin gegen die großen Teams des Kontinents mit vertauschten Rollen ganz genauso.

Gegen den KSC habe man ein paar Dinge ausprobiert, nicht alle hätten funktioniert. „Das müssen wir akzeptieren und besser machen.“ Sein Vertrauen ins Team steige oder falle nicht mit einer einzelnen Aktion. „Wir haben ein Konzept, eine Gesamtidee von unserem Spiel, die wollen und müssen wir umsetzen.“

Gegen Köpenick sei das unterm Strich gegen einen ambitionierten Kontrahenten mit Moral doch ganz gut gelungen. Darin stimmte ihm auch Diagonalangreiferin Maren Brinker (30) bei, deren Dynamik am Netz punktgenau zeigte, was den KSC-Damen noch fehlt. „Die sind ohne Angst ins Spiel gegangen, weil sie nichts zu verlieren hatten. Solange die Kraft reichte, haben sie uns damit Probleme gemacht. Wir haben uns durchgekämpft, Antworten gefunden und am Ende absolut verdient gewonnen“, resümierte sie das Duell in der Hauptstadt, bei dem sich einige „alte Bekannte“ wiedertrafen.

Neben Lauren Barfield zählten dazu auch Marie Holstein und Luise Klein, die einst in Schwerin Volleyball spielten und jetzt das KSC-Trikot tragen. Enttäuscht war am Ende keine der beiden Seiten: Schwerin hatte den Pflichtsieg (wenn auch ohne Glanz) in der Tasche, der KSC laut Trainer Rieke „den Favoriten ganz schön gefordert“ und „eine der besten Saisonleistungen“ gezeigt.

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