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SSC Volleyball : Mit einem 3:2 überglücklich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SSC-Cheftrainer Felix Koslowski im Interview zum zweiten Playoff-Halbfinalspiel gegen Stuttgart

Mit einem souveränen 3:0 schmetterten die Volleyballerinnen des Schweriner SC am Sonnabend Allianz MTV Stuttgart im ersten Playoff-Halbfinale in Grund und Boden. Übermorgen steigt das Rückspiel in Stuttgart – mit einem Sieg stünde der SSC im Meisterschaftsfinale. Unsere Mitarbeiterin Kathrin Wittwer sprach mit SSC-Chefcoach Felix Koslowski (32).


Herr Koslowski, was hat der eindrucksvolle Sieg über Stuttgart für die Mannschaft gebracht?

Felix Koslowski: Man merkt natürlich ganz klar ein gestiegenes Selbstvertrauen, weil wir diese Leistung auf den Punkt so abrufen konnten. Aus meiner Sicht war es eines unserer Top-3-Spiele dieser Saison. Nach der Freude fokussieren wir uns aber jetzt auf das Rückspiel.

Fühlen Sie sich dafür als Favorit?

Überhaupt nicht. Wir wollen nicht immer auf die Euphoriebremse treten, wir haben wirklich sehr, sehr gut gespielt, waren druckvoll, hatten gute Lösungen. Aber Stuttgart hatte auch einen schlechten Tag, wie er uns genauso treffen kann, es gab Verletzungssorgen. Daheim werden sie uns nicht wieder so absetzen lassen wie beim 25:11 im ersten Satz. Wir stellen uns auf ein superschweres Spiel ein. Wenn wir 3:2 gewinnen, bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt. Auf jeden Fall wollen wir unseren Fans noch ein tolles Heimspiel bieten. Ob noch ein Halbfinale oder gleich ein Finale, müssen wir uns eben erkämpfen.
Wie finden Sie das richtige Maß zwischen der Überzeugung, siegen zu können, und kontraproduktivem Erwartungsdruck?
Man versucht, die Situation so realistisch wie möglich einzuschätzen und der Mannschaft auch so zu erklären. Was bei uns gut war, was bei Stuttgart schlecht, ohne unsere Leistung zu schmälern. Möglichst emotionslos, auch wenn das in dieser extrem wichtigen Phase schwer ist.

Was steht bei der Vorbereitung im Vordergrund?

Wir haben diese Saison nun viermal gegen Stuttgart gespielt, man kennt sich. Es sind also nur noch Kleinigkeiten. Sicher könnten wir noch etwas besser in Feld- und Blockabwehr stehen, in der Annahme ein, zwei Sachen verbessern. Wir versuchen vor allem, uns auf alle Eventualitäten einzustellen, so dass sie uns nicht überraschen können, auch wenn sich ihre Verletzungssituation bessern sollte und sie mehr Wechselmöglichkeiten haben als letzten Samstag.

Wie beruhigend ist es da für Sie, einen wesentlich größeren Kader zur Verfügung zu haben?

Das ist ganz klar ein Vorteil, wenn du immer mal noch eine andere Spielerin bringen kannst. Stuttgart muss sich eben auf mehrere Spielerinnen vorbereiten, besonders auf der Außenposition. Das muss eine Stärke von uns sein, da was zu verändern, vielleicht sogar schon im Startsechser.

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