SSC-Volleyball : Lehrstunde in Sachen Volleyball

<p>Und wieder muss sich Libero Janine Völker strecken. So hart und permanent wie heute wurden die 24-Jährige und ihre SSC-Kolleginnen  in der Bundesliga nie gefordert. Denise Hanke, Tabitha Love und Jennifer Geerties (v.l.) schauen gebannt zu. </p>
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Und wieder muss sich Libero Janine Völker strecken. So hart und permanent wie heute wurden die 24-Jährige und ihre SSC-Kolleginnen  in der Bundesliga nie gefordert. Denise Hanke, Tabitha Love und Jennifer Geerties (v.l.) schauen gebannt zu.

Schwerins Volleyballerinnen unterliegen im Halbfinal-Hinspiel des CEV-Cups in eigener Halle Galatasaray Istanbul mit 0:3 (-10, -23, -19)

svz.de von
08. März 2016, 21:18 Uhr

Olala – das war eine Lehrstunde vom Feinsten in Sachen Volleyball, die der Schweriner SC am Abend in eigener Halle von Galatasaray Istanbul erhielt. Mit 3:0 (10, 23, 19) gewann der aktuelle Dritte der türkischen Liga das Hinspiel im Halbfinale  des CEV-Pokals und stieß damit schon vor dem am Samstag erfolgenden Rückspiel am Bosporus das Tor zum Finale ganz, ganz weit auf.

„Galatasaray ist eine Riesenmannschaft, die uns permanent unter Druck gesetzt hat, so gut wie keine eigenen Fehler  produzierte und uns in allen Belangen überlegen war“, redete SSC-Trainer Felix Koslowski denn auch Klartext: „Wir sind es nicht gewohnt, ein solches Niveau zu spielen, die müssen es in der türkischen Liga Spieltag für Spieltag.“

Schon bei den ersten Ballwechseln zeigte sich, dass dieser Abend nur schwerlich der Abend des SSC werden würde. Die Partie war noch keine zwei Minuten alt, da sah sich Felix Koslowski zum ersten Mal veranlasst, eine Auszeit zu nehmen. Zu dem Zeitpunkt stand es schon 0:4 und die Gastgeber hatten noch nicht einen Aufschlag  der Istanbuler Nr. 11, Gamze  Alikaya, zufriedenstellend annehmen können. Und die Zuspielerin war nur eine von sechs auf der Gegenseite, die das Aufschlagen perfekt beherrschte.  Doch nicht nur das. Die Schwerinerinnen konnten zwischen Angriff und Block gar nicht so schnell umschalten, wie ihnen die Gegenangriffe schon wieder um die Ohren flogen. Im und nach dem mit 10(!):25 verlorenen ersten Satz war trotz toller Unterstützung der Fans, die jeden Punkt feierten wie einen gewonnenen Satz, ein Debakel zu befürchten.

Es spricht für die SSC-Mädels, dass es das nicht wurde. Im zweiten Satz konnten sie die Gäste sogar richtig nervös machen. Nachdem der Durchgang zunächst den gleichen Verlauf wie Satz eins zu nehmen schien (3:7, 7:13),  läutete ausgerechnet ein für Galatasaray gut gegebener Ausball zum 9:15 – eine von mindestens fünf strittigen Entscheidungen gegen den SSC – eine furiose Aufholjagd ein. Beim 21:20 und  22:21 lagen die Gastgeber sogar vorn und glichen durch einen Blockpunkt von Anja Brandt auch noch einmal den Ausgleich zum 23:23. Doch ein gelungener Angriff und – wieder einmal – ein Aufschlag brachten den Gästen das 25:23.

Auch im dritten Satz durften die Schwerinerinnen bis zum 9:9 auf einen Satzgewinn hoffen, konnten mit der erneuten Aufholjagd von 13:19 auf 17:20  zumindest aufhorchen lassen und am Ende auch noch einmal zwei Matchbälle abwehren.  Am Sieg der Gäste konnten sie jedoch nicht rütteln.

„Trotzdem hat das Spiel Spaß gemacht“, befand der SSC-Trainer. „Wir haben heute gesehen,  was in der internationalen Spitze gespielt wird.“

Und gesehen hat er auch, was seine Mannschaft aus sich herausholen kann. In Istanbul werden sie sich am Sonnabend noch einmal voll reinhängen. „Und wer weiß, vielleicht gelingt uns ja dort ein Satzgewinn“, hofft der Coach.

Schweriner SC - Galatasaray Istanbul 0:3 (-10, -23, -19)

SSC: Hanke, Souza Ziegler, Hroncekova, Love, Geerties, Brandt – Völker.

SR: Ovuka/Hakkarainen (BIH/Fin). Z.: 2010. Spieldauer: 75 Min. (23, 28, 24). Zwischenstände, 1. Satz: 3:8, 5:16, 9:21. 2. Satz: 4:8, 11:16; 21:20. 3. Satz: 6:8, 12:16, 17:21.

Das andere Halbfinale: Dyn. Krasnodar - Azeryol Baku 3:0 (22, 15, 23).

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