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Kurioses Saison-Finale steht den Volleyballerinnen bevor

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erstellt am 06.Mai.2010 | 07:34 Uhr

Schwerin | Das wird morgen ein kurioses Saison-Halali in der Volleyball-Bundesliga der Frauen. Rein rechnerisch können noch drei Teams deutscher Meister werden. In der Pole Position stehen die Roten Raben Vilsbiburg gefolgt vom 1. VC Wiesbaden und dem Titelverteidiger Schweriner SC. Der SSC empfängt morgen um 18 Uhr in der Arena am Lambrechtsgrund den Tabellensechsten VfB Suhl. Zeitgleich müssen die Hessen beim USC Münster (8.) und die Raben zu Hause gegen Hamburg (7.) antreten.

Während die Niederbayern es mit einem Sieg selbst in der Hand haben, müssen die beiden anderen auf Patzer der Konkurrenz hoffen. "Ich glaube nicht, dass sich Vilsbiburg das noch nehmen lässt, zumal sie ein Heimspiel haben. Ich denke auch, dass bei den Hamburgerinnen ein bisschen die Luft raus ist", so SSC-Angreiferin Maja Pachale.

Von daher hat man beim Schweriner SC die Titelverteidigung abgehakt. "Vielleicht ist es ganz, ganz hinten im Kopf da, aber darüber gesprochen haben wir nicht", sagt Mannschaftsführerin Julia Retzlaff. Für sie und das Team ist es wichtig, "das wir gegen Suhl gewinnen und so einen guten Abschluss für uns machen." Was dabei herauskommt, hängt eben von den anderen Ergebnissen ab.

Da könnte es nach dem Spiel gegen Suhl noch eine lange Wartezeit für die Anhänger in einer hoffentlich ausverkauften Arena und die Mannschaft geben. "Wenn wir noch auf die Ergebnisse warten müssen, werden wir uns spontan etwas zur Überbrückung einfallen lassen", so SSC-Teammanager André Wehnert. Interviews, vielleicht sogar noch die Rest-Liveübertragung aus Vilsbiburg, wenn die Partie noch laufen sollte.

Auf keinen Fall wird es über den Hallensprecher in den Auszeiten oder Satzpausen Zwischenstandsmeldungen geben. "Unsere Mannschaft soll sich auf ihr Spiel konzentrieren und nicht abgelenkt werden", so Wehnert.

Die Original-Meisterschale musste der Schweriner SC bereits der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) übergeben, damit sie nach Vilsbiburg geschafft werden kann. Dafür liegen schon Meisterschaftsmedaillen in Silber und Bronze in Schwerin. "Aber keine kompletten Medaillensätze. Die wurden aufgeteilt", erklärt Wehnert. Man muss ja auf alles für die von der DVL vorgeschriebene Siegerehrung nach der Partie vorbereitet sein - in Münster ebenso.

Das Wunder tritt ein...

... wenn der SSC sein Heimspiel gegen Suhl gewinnt und sowohl Wiesbaden (in Münster) als auch Vilsbiburg (gegen Hamburg) ihre Partien verlieren.

Das würde bedeuten, dass dann alle drei Teams 42:10 Punkte hätten. Dann entscheidet das Satzverhältnis. Der 1. VCW (jetzt 66:34/also +32) hätte da keine Chance mehr. Es würde sich alles zwischen dem Schwerin (66:23/+43) und den Roten Raben (70:25/+45) entscheiden. Ganz kurios würde es laufen, wenn der SSC 3:2 gewinnt und Vilsbiburg 2:3 verliert. Beide kämen bei diesen Ergebnissen auf ein Satzverhältnis von +44 und die kleinen Punkte würden entscheiden. Da würde wirklich nur noch der Taschenrechner helfen...

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