SSC in Cremona : Konfetti am Bus und Pizza

„Gelbe Wand“ in Cremona: Die sieben mitgereisten Fans feierten die glücklichen Sieger.
„Gelbe Wand“ in Cremona: Die sieben mitgereisten Fans feierten die glücklichen Sieger.

Siegesfeier light für die Schweriner Volleyballdamen nach 3:0-Erfolg beim norditalienischen Vertreter Pomi Casalmaggiore

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22. Februar 2018, 20:30 Uhr

Was da am späten Mittwochabend im altehrwürdigen „PaloRadi“-Sportpalast von Cremona im Viertelfinal-Hinspiel des europäischen CEV-Cups der Volleyballerinnen passiert ist, das hätte wohl kaum jemand gedacht. Schon gar nicht die Gastgeberinnen von Pomi Casalmaggiore. Mit 3:0 (33, 20, 15) vom SSC geschlagen und dabei am Ende schon beinahe vorgeführt zu werden, das war mit Sicherheit sehr bitter für den Champions-League-Sieger von 2016, der zuvor im aktuellen Europacup noch keinen einzigen Satz abgegeben hatte. Nun gut, der SSC Palmberg Schwerin seinerseits ist auch nicht irgendwer – deutscher Meister und zuletzt dreimal in Folge Halbfinalist im Europapokal. Aber gleich so…?

Türöffner für den SSC war zweifellos der erste Satz, der erst nach 36 hart umkämpften Minuten und elf Satzbällen – acht davon für den SSC – ein Ende fand. „Dass wir den Satz gewonnen haben, war unheimlich wichtig“, sagte Trainer Felix Koslowski glückstrahlend: „Sonst hätte das Spiel womöglich einen ganz anderen Verlauf genommen.“

So aber wurden „die Gesichter auf der Gegenseite immer länger und die Spielerinnen haben sich gegenseitig auf dem Feld angemacht“, wie Louisa Lippmann, mit 21 Punkten auch am Mittwoch in Cremona wieder Topscorerin, beobachtet hatte.

Zumindest das mitgereiste Septett vom SSC-Fanclub „Gelbe Wand“ schien den sensationellen Ausgang allerdings geahnt zu haben. Jedenfalls waren die Fans bestens dafür gerüstet, die Mannschaft gleich nach dem Spiel am Bus in einem Konfettiregen hochleben zu lassen.

Das war dann aber auch schon alles in Sachen einer eigentlich wohlverdienten Siegesfeier. Oder doch fast alles. Denn nach der Rückkehr ins Hotel gab es immerhin noch Pizza – alles andere wäre beim Aufenthalt in Norditalien wohl undenkbar – als Nachtmahl. „Ein Glück, ich habe einen tierischen Hunger“, sagte Louisa Lippmann. Kein Wunder nach den kraftraubenden 90 Spielminuten.

Dass das Rückspiel am nächsten Donnerstag um 19 Uhr in der heimischen Arena angesichts von nur noch zwei notwendigen Satzgewinnen des SSC lediglich reine Formsache wäre, glaubt trotz der Gala vom Mittwoch übrigens niemand im Lager des SSC. „Casalmaggiore ist heute sicherlich von unserer Leistung überrascht worden“, sagt Louisa Lippmann. Und ihr Trainer warnt: „Die sind nach wie vor gefährlich.“

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