SSC Volleyball : Knappes Spiel mit klarem Ergebnis

Nicht scharf, aber effektiv: Mit diesem Ball erzielt Denise Hanke (l.) das entscheidende 26:24 im dritten Satz.  Fotos: Dietmar Albrecht
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Nicht scharf, aber effektiv: Mit diesem Ball erzielt Denise Hanke (l.) das entscheidende 26:24 im dritten Satz. Fotos: Dietmar Albrecht

SSC-Volleyballerinnen müssen beim 3:0 über den VfB Suhl im ersten und im dritten Satz insgesamt fünf Satzbälle abwehren

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28. Januar 2018, 20:00 Uhr

Klar mit 3:0 gewonnen und trotzdem irgendwie mit einem blauen Auge davongekommen: Diesen ungewöhnlichen Spagat haben die Volleyballerinnen des SSC am Samstagabend bei ihrem 29:27, 25:17, 26:24 im Bundesliga-Heimspiel vor 1843 Fans in der Palmberg-Arena gegen den Tabellenneunten VfB Suhl hingelegt.

„Zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden zu absolvieren, ist sehr anstrengend“, bekannte Zuspielerin Denise Hanke, vom Suhler Trainer zur besten Schwerinerin der Partie erkoren: „Erst recht, wenn es gegen zwei Mannschaften geht, die derart unterschiedlich spielen wie unser EC-Gegner Yuzhny und jetzt eben Suhl.“

Der SSC zeigte zu Beginn der Partie, dass eine solche Umstellung auch vom deutschen Meister nicht so ohne Weiteres zu bewerkstelligen ist. „Es fiel uns im ersten Satz echt schwer, die nötige Spannung aufzubauen“, befand Trainer Felix Koslowski und sein Co. Manuel Hartmann ergänzte: „Da war noch Rost vom Donnerstag dran, die Mädels waren anfangs noch müde.“

Im Gegensatz zu den Gästen, die eine Woche nach ihrem 3:1-Heimerfolg über Vilsbiburg auch aus Schwerin „einen Punkt mitnehmen wollten“, wie Suhls Co-Trainer Jens Ellmrich als Sprachrohr seines des Deutschen noch nicht mächtigen neuen polnischen Cheftrainers Mateusz Zarczynski verriet.

Und Suhl war wirklich nah dran. Im ersten Satz waren sie zwischenzeitlich auf 17:12 enteilt, ehe der SSC wirklich ernsthaft und voll konzentriert zu Werke und beim 19:18 erstmals seit der Anfangsphase wieder selbst in Führung ging. Doch ebenso schnell war diese auch wieder zerronnen und nach einem Aufschlag von Jelena Oluic ins Netz zum 23:24 hatte Suhl sogar Satzball. Den ersten von dreien. Doch den entscheidenden – seinen zweiten – nutzte der Meister mit einem Ass durch Kapitän Jennifer Geerties.

Damit schienen die Gastgeberinnen den Suhler „Wölfen“ den Biss geraubt zu haben. Der zweite Satz wurde eine leichte Schweriner Beute – 25:17. Und im dritten sah es zunächst nach einer deftigen Klatsche für Suhl aus, als es mit 8:2 für den SSC in die erste technische Auszeit ging. Aber weit gefehlt. „Danach wurde es etwas zäh“, umschrieb Co-Trainer Hartmann diplomatisch.

Mit drei eigenen Blockpunkten und Schweriner Fehlern war Suhl wieder dran und wenig später mit 19:15 sogar auf und davon. Erneut musste sich der SSC an die Verfolgung machen, zog mit 21:21 gleich, aber nicht vorbei.

Und beim 22:24 stand dieser Durchgang mehr als nur auf der Kippe, ein vierter Satz schien fast unausweichlich. Doch jetzt spielte Schwerin fehlerfrei. Zunächst schmetterte Louisa Lippmann, mit 19 Punkten einmal mehr SSC-Topscorerin, den Ball zum 23:24 ins Suhler Feld. Danach war Greta Szakmáry mit zwei Angriffen erfolgreich. Und den umjubelten Schlusspunkt zum 26:24 setzte schließlich Denise Hanke mit einem eigentlich aus der Not geborenen Lob über den Block.

SSC-Trainer Felix Koslowski, von 2010 bis 2013 selbst Suhler Coach, zeigte sich erleichtert. „Suhl spielt mit Riesen-Spirit. Wir gingen mit viel Respekt in die Partie. Wie sich gezeigt hat, zu recht. Umso zufriedener bin ich, dass wir beide Spiele binnen 48 Stunden 3:0 gewinnen konnten.“

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