Schweriner SC : Klarer Sieg mit Schönheitsfehlern

Saskia Hippe (l.) wurde als beste SSC-Spielerin geehrt, hier aufmerksam beobachtet von Stefanie Golla.
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Saskia Hippe (l.) wurde als beste SSC-Spielerin geehrt, hier aufmerksam beobachtet von Stefanie Golla.

Schweriner SC leistet sich beim 3:1 gegen VCO Berlin überflüssigen Satzverlust

svz.de von
09. November 2014, 19:27 Uhr

Hätte es nicht diesen verqueren dritten Satz gegeben, das Bundesliga-Heimspiel der SSC-Volleyballerinnen gegen den VCO Berlin wäre wie gemalt und eine optimale Generalprobe für die Saisonpremiere im Europa-Cup am Donnerstag beim belgischen VC Oudegem gewesen. 14, 13 und 11 Gegenpunkte ließ der SSC bei seinen Satzgewinnen zu. Nur waren das halt die Sätze eins, zwei und vier. Den in dieser Reihe fehlenden holte sich die beim VCO zusammengezogene Junioren-Nationalmannschaft um SSC-Talent Lene Scheuschner mit 25:21. Dass die VCO-Teenies, von denen keine älter als 18 ist, diesen Erfolg feierten, als hätten sie das ganze Spiel gewonnen, versteht sich von selbst.

Selbst SSC-Trainer Felix Koslowski erkannte neidlos an: „Auch der VCO kann Volleyball spielen und in dem Satz haben die Mädels sehr, sehr couragiert gespielt, mutig angegriffen, dabei aber sehr wenig Eigenfehler gemacht.“

Seine eigene Mannschaft dafür umso mehr: neun hatte der Trainer gezählt. „Jeder ist von einem einfachen 3:0-Sieg ausgegangen – wir auch, klar. Der dritte Satz darf uns nicht passieren. Da waren wir einfach nicht aggressiv genug und haben es auch nicht geschafft, wieder in den Satz zurückzufinden“, sagte der 30-Jährige: „Darüber bin ich schon sauer, besonders in der derzeitigen Phase.“ Bei fünf Spielen binnen 17 Tagen „müssen wir das fünfte nicht noch künstlich verlängern“, schimpfte der Coach. Zumal ohnehin einige Spielerinnen wegen Erkältung und Kräfteverschleiß diesmal pausierten oder dies zumindest sollten. „Im vierten Satz ging ich dann lieber auf Nummer sicher“, sagte der Trainer, beorderte seinen nach dem Auftaktsatz herausgenommenen Kapitän Lousi Souza Ziegler zurück aufs Feld und brachte im Zuspiel die erfahrene Diana Nenova für Youngster Denise Imoudu.

Etwas Erfreuliches hatte aber für den SSC und seine Fans auch diese Partie: Saskia Hippe ist nach ihrem Kreuzbandriss endgültig wieder da. Mit 23 Punkten holte die Nationalspielerin die meisten aller Akteurinnen und wurde von Gäste-Trainer Jens Tietböhl zur Spielerin des Spiels auf seiten des SSC gewählt. Koslowski: „Und Sassi ist noch gar nicht bei hundert Prozent…“

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