Schweriner SC : In Münster gepatzt

Betretene Gesichter bei den Schwerinerinnnen nach dem 2:3 in Münster.
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Betretene Gesichter bei den Schwerinerinnnen nach dem 2:3 in Münster.

Volleyballerinnen verlieren beim USC mit 2:3 ihr erstes Bundesligaspiel

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07. Dezember 2014, 19:39 Uhr

Sie haben gehofft und gebangt, doch am Ende einer Fahrt auf der Achterbahn der Gefühle überwog bei den Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC die Enttäuschung. Denn nach 104-minütiger Spielzeit stand eine 2:3 (-16, -16, 14, 13, -12)-Niederlage beim USC Münster. „Wir hatten unsere Möglichkeiten, aber wir haben sie nicht genutzt“, haderte Schwerins Trainer Felix Koslowski mit dem Schicksal.

Ärgerlich war die erste Saisonniederlage auch deshalb, weil sich der Tabellenzweite anschickte, seine furiose Aufholjagd bei einer 10:7-Führung im Tie-Break zu krönen. Doch im Hexenkessel Berg Fidel verloren die Schwerinerinnen in einer mitreißenden Schlussphase die Orientierung, sodass Münster zwei Punkte einsackte. Der Schweriner SC indes musste vier Tage nach dem Pokal-Aus in Stuttgart nun auch in der Liga in Münster den zweiten Tiefschlag hinnehmen.

Es schien eine kurzer Dienstauftrag für den Gast zu werden. Denn eine von großer Begeisterung getragene Münsteraner Mannschaft deckte die Schwächen der Schwerinerinnen schonungslos auf. Mängel in der Ballannahme, technische Fehler sowie schlecht vorbereitete Angriffe brachten den SSC früh ins Hintertreffen. Nach einer Dreiviertelstunde sah sich Schwerin einem 0:2-Rückstand ausgesetzt, das Spiel schien zu einer klaren Angelegenheit für den USC zu werden.

Nach zehnminütiger Pause jedoch offenbarte Schwerin bewährte Tugenden. Dass plötzlich wieder Hoffnung aufkeimte, war maßgeblich einer personellen Umstellung zuzuschreiben. Mit den Einwechslungen von Saskia Hippe, Jennifer Geerties und Anja Brandt kam Schwerin besser ins Spiel, zumal die Mannschaft nun auch in der Ballannahme stabiler agierte. „Im Gegensatz zu früheren Spielen hat uns die zehnminütige Pause diesmal gutgetan“, befand Anja Brandt.

Schon die Körpersprache verriet, dass in den Sätzen drei und vier eine andere Schweriner Mannschaft auf dem Feld zu stehen schien als zuvor. „Im fünften Satz haben wir wohl ein bisschen Angst bekommen. Da hat Münster am Ende sehr clever gespielt und stark aufgeschlagen“, erläuterte Brandt.

Münster: von Piekartz, Benson, Bathen, Silge, Schwertmann, Schaefer – Dörendahl; Kemmsies, Fuchs, Ossowski.

Schwerin: Imoudu, Weihenmaier, Hroncekovaa, Slöetjes, Souza Ziegler, Belien – Völker, Golla; Geerties, Nenova, Poll, Hippe.

SR: Steinmetz (Oldenburg)/Krause (Altenbeken). Z.: 1331. Spieldauer: 104 (22, 24, 22, 20, 16) Minuten.

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