SSC-Volleyball : In Istanbul mit Anstand international verabschieden

Felix Koslowski war zuletzt oft unzufrieden mit seinem Team.
Felix Koslowski war zuletzt oft unzufrieden mit seinem Team.

Schweriner Volleyballerinnen beim letzten Champions-League-Auswärtsspiel

svz.de von
10. Dezember 2013, 18:31 Uhr

Die Volleyballerinnen des Schweriner SC befinden sich auf der letzten Dienstreise des Jahres 2013 und haben dabei zwei Ziele: Heute ab 17 Uhr (live im Internet bei laola1.tv) wollen sie bei Eczacibasi Vitra Istanbul den Grundstein für einen anständigen Abschied aus dem internationalen Geschäft legen. Morgen geht es dann direkt weiter nach Suhl, wo am Sonnabend das Pokal-Halbfinale gegen die VolleyStars Thüringen ansteht. Da muss ein Sieg her, damit der SSC Anfang März im Finale in Halle/Westfalen dabei ist – eines der erklärten Saisonziele des amtierenden Doublesiegers.

Welche dieser Aufgaben dabei die schwerere ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Istanbul hat nach vier Spielen die Maximalzahl von zwölf Punkten auf dem Konto – inclusive zweier Siege gegen den zweiten Gruppenfavoriten aus Cannes. Und: Die Türkinnen um die einstige Schweriner Zuspielerin Denise Hanke haben bislang noch keinen einzigen Satz abgegeben. Eine Bilanz, die sie sicherlich auch noch in den letzten beiden Partien halten wollen…

Da kommen die angeschlagenen Mecklenburgerinnen wahrscheinlich gerade recht. Der SSC hat nach vier Niederlagen in Folge – zwei in der Bundesliga, zwei gegen VK Prostejov in der Champions League – nicht die Spur von Selbstvertrauen. Das zeigte sich zuletzt am Sonntag beim 1:3 in Münster, als all die Mechanismen, die in der Trainingsarbeit wie selbstverständlich greifen, plötzlich nicht mehr funktionierten – was Trainer Felix Koslowski zum wiederholten Mal auf die Palme brachte.

Die völlig neuformierte und sehr junge Schweriner Mannschaft muss sich also heute Abend in erster Linie auf sich selbst konzentrieren und mit einer guten Leistung den Rückenwind holen, den sie für den Sonnabend braucht. Im Hinspiel am 30. Oktober waren Ansätze dazu nicht zu übersehen. Und vielleicht hilft am Bosporus ja auch schon der Einsatz der die kasachischen Nationalspielerin Tatjana Mudritskaja, die der SSC am Freitag noch auf den letzten Drücker verpflichtete. Die Diagonalspielerin wurde am Sonntag in Münster zunächst zu Kurzeinsätzen eingewechselt und spielte dann ab Mitte des dritten Satzes durch. Immerhin deutete sie in dieser Phase mit ihren sechs Punkten an, dass sie durchaus eine Verstärkung sein kann.


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