SSC-Volleyball : In eigener Halle zeitweise vorgeführt

„So müsst ihr das machen!“ SSC-Trainer Felix Koslowski (r.) redet in der Satzpause auf seine Spielerinnen ein – gestern war das vergebens.
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„So müsst ihr das machen!“ SSC-Trainer Felix Koslowski (r.) redet in der Satzpause auf seine Spielerinnen ein – gestern war das vergebens.

Schweriner Volleyballerinnen verlieren Champions-League-Spiel gegen VK Prostejov nach verheißungsvollem Auftakt mit 1:3

svz.de von
04. Dezember 2013, 22:14 Uhr

„Dass wir gegen Prostejov auch zu Hause verlieren können, war uns klar. Aber die Art und Weise, wie das heute passiert ist, kann ich nicht akzeptieren“, war Trainer Felix Koslowski gestern abend zutiefst enttäuscht über seine Mannschaft. Die Schweriner Volleyballerinnen verloren auch das vierte Saisonspiel in der Champions League – und das gegen den einzigen Gegner, gegen den man sich Hoffnungen auf einen Erfolg gemacht hatte. „Die Tschechen haben eine gute Mannschaft, da muss man sich nur die Namen in der Aufstellung anschauen. Aber mit einer sehr guten Leistung hätten wir eine Chance gehabt“, resümierte der Coach.

Aber alle vorherigen Hoffnungen und Erwartungen waren nach dem 1:3 (20, -9, -16, -18) im Vergleich der Doublegewinner aus Deutschland und Tschechien nur noch Makulatur. Der VK Prostejov begann konzentriert, machte aus einem schnellen 1:3 eine 9:5-Führung. Da vermutete schon so mancher der 1026 Zuschauer, dass dieser Abend ein schnelles Ende finden könnte. Aber dann fing sich der Schweriner SC. Lousi Souza Ziegler und Jana Poll schafften es nun häufiger, den Block an- oder an ihm vorbei zu schlagen und punkteten ein ums andere Mal. Auch der Block stand in dieser Phase recht stabil – allein vom 18:15 bis zum 21:16 hatte er dreimal erfolgreich zugepackt. Da auch Paulina Vilponen einige Zähler beisteuern konnte, hieß es nach 27 Minuten 25:20 für den SSC.

Was folgte, ließ die zuvor stimmungsvolle Kulisse verstummen. Bevor es sich Schwerin versah, stand es 1:9. Das Selbstvertrauen, mit dem man Satz 1 noch geholt hatte, war wie weggeblasen. In der Annahme funktionierte rein gar nichts – ganze zwölf Prozent wurden in diesem Durchgang als „perfekt“ eingestuft. Am Netz klappte rein gar nichts, die Schweriner Angriffe wurden vom Gegner weggefischt oder landeten im Aus. Und nach 20 Minuten hieß es 9:25 – eine Vorführung. Satz drei lief für den SSC nur unwesentlich besser, diesmal hatte man nach 23 Minuten wenigstens 16 Punkte auf der Habenseite. Und auch in Durchgang vier war von einer Besserung lange Zeit nicht viel zu sehen. Beim 10:19 sah alles nach einer erneuten klaren Sache für Prostejov aus. Dann holte Laura Pihlajamäki mit einem sehenswerten Angriff einen Punkt für Schwerin und schritt selbst zum Aufschlag. Den gab sie erst beim 16:20 wieder ab, und plötzlich war das Publikum wieder da.

Es blieb aber beim Strohfeuer, dem letzten für den SSC an diesem Abend. Quinta Steenbergen, in der vergangenen Saison war die Niederländerin noch in Schwerin unter Vertrag, steuerte einige Zähler bei, und Prostejovs Beste, die US-Amerikanerin Katie Carter, verwandelte den dritten Matchball zum 25:18 und damit zum 3:1 für Prostejov.


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