Zwischenbilanz SSC : „In der Liga ist alles drin“

SSC-Präsident Johannes Wienecke
SSC-Präsident Johannes Wienecke

SSC-Präsident Johannes Wienecke zieht Zwischenbilanz zur Saisonhalbzeit der Volleyball-Bundesliga

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06. Januar 2018, 16:00 Uhr

Die SSC-Volleyballerinnen beendeten das Jahr 2017 als Bundesligadritte. Heute steht für den deutschen Meister in der Palmberg-Arena der Rückrundenstart gegen Vilsbiburg an. SSC-Präsident Johannes Wienecke zieht im Interview mit Kathrin Wittwer Zwischenbilanz zur Saisonhalbzeit.

Herr Wienecke, zwischen dem Supercup-Sieg zum Saisonauftakt im Oktober und dem Triumph am 26. Dezember jeweils gegen Stuttgart lagen für den SSC neben vielen Höhen auch die Niederlagen gegen Wiesbaden und Dresden, inklusive Pokal-Aus. Wie fällt da Ihre Einschätzung der ersten Saisonhälfte aus?
Wienecke: Das Pokal-Aus ist sehr schade, mindert aber nicht den positiven Rückblick, vor allem, wenn man das ganze Jahr betrachtet, wo wir im Pokalfinale standen, mit der Meisterschaft natürlich und obendrauf dem Supercup. Jetzt stehen wir auf Platz drei der Tabelle. Das ist schon ein gutes Resümee.
Gegen Stuttgart hat der SSC zweimal gewonnen, gegen Dresden zweimal verloren – kann man von diesen Ergebnissen gegen die größten Konkurrenten schon aufs Saisonfinale schließen?
Man muss neidlos anerkennen, dass der jetzige Spitzenreiter Dresden ein gutes Team gebildet und einen Lauf hat. Die Niederlagen waren mit jeweils 2:3 aber ebenso knapp wie die gewonnenen Sätze gegen Stuttgart. Wenn man dann noch sieht, dass Schwerin und Stuttgart – im Pokal – gegen Wiesbaden verlieren, das aber wiederum gegen Aachen, dann merkt man, die Spitze ist zusammengerückt. Für den SSC ist in der Liga alles drin.
Was sticht an der Mannschaft dieser Saison aus Ihrer Sicht besonders hervor?
Mich beeindruckt sehr, mit wie viel Elan und Kampfgeist gerade unsere Nationalspielerinnen dabei sind, die ja schon seit Oktober 2016 ohne große Pausen permanent im Wettkampfmodus stehen. Mit wie viel Einsatz sie gerade zuletzt gegen Stuttgart zeigten, was sie drauf haben, das ist schon sehr bewundernswert.
Macht das, auch mit Blick auf die Krankheitsausfälle im Dezember, nicht aber auch Sorgen, ob das Team die Belastungen bis zum Saisonende meistern kann?
Nein, da haben wir vollstes Vertrauen in die medizinische Betreuung und unseren Trainerstab, gerade unseren Konditionstrainer Michael Döring, dass sie die Spielerinnen individuell angemessen fordern und verantwortungsvoll agieren. Sollte doch mal jemand ausfallen, haben Spielerinnen wie Kaisa Alanko, Martenne Bettendorf und Jelena Oluic schon bewiesen, dass sie eine gute Vertretung sein und wichtige Punkte machen können.
Ihre Prognose: Startet der SSC ins neue Jahr, wie er das alte beendet hat – mit einem Heimsieg?
Ja! Vilsbiburg war zwar zuletzt gegen Potsdam stark, gerade im Block, aber das schaffen wir. Die Halle wird wieder voll, Sitzplatzkarten gibt es nur noch wenige. Die sind übrigens für alle verbleibenden Hauptrundenheimspiele gegen Suhl, Dresden und Wiesbaden praktisch auch schon ausverkauft. Trotz TV- und Internetübertragungen ist die Nachfrage, in der Palmberg-Arena live dabei zu sein, sehr groß, die Unterstützung und Verbundenheit ist riesig. Auch auswärts ist unser Fanclub „Gelbe Wand“ immer dabei. Selbst ins französische Le Cannet nächste Woche im Europapokal wird das Team begleitet.


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