Schweriner SC : Im Tie-break etwas cleverer

Trotz Rückenproblemen war Louisi Souza Ziegler (r.) mit 16 Zählern Schwerins eifrigste Punktsammlerin.
Trotz Rückenproblemen war Louisi Souza Ziegler (r.) mit 16 Zählern Schwerins eifrigste Punktsammlerin.

Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC gewinnen beim SC Potsdam mit 3:2

svz.de von
23. November 2014, 18:36 Uhr

Am Ende tanzten die Schwerinerinnen doch noch ihren Freudentanz. Knapp zwei Stunden hat der Rekordmeister am Samstagabend allerdings gebraucht, um Gastgeber SC Potsdam in der Volleyball-Bundesliga mit 3:2 (-24, 16, 18, -23, 11) vor 1574 Zuschauern förmlich niederzuringen.

Entsprechend geschafft saß Schwerins Anja Brandt danach auf dem Hallenboden. „Die Arena mit ihrer Fußbodenheizung war sehr warm. Leider haben wir uns am Anfang sehr schwer getan. Wir sind erst langsam ins Spiel gekommen. Aber dieser 3:2-Erfolg ist sehr wertvoll. Wir sind froh, dass wir das bessere Ende für uns hatten.“

Dann analysierte die Mittelblockerin: „Normalerweise machen wir nicht so viele Fehler. Aber das ging beiden Mannschaften so. Am Ende waren wir einen Tick cleverer. Ich denke, wir haben Potsdams Abwehr ausgespielt.“

Ihr Trainer Felix Koslowski, der sich zu Beginn des Tie-breaks nach einer strittigen Schiri-Entscheidung am Ende des vierten Satzes noch eine Rote Karte einhandelte und so sein Team im fünften Satz zunächst mit einem 0:1-Rückstand startete, war ebenso erleichtert: „Ich bin super zufrieden, dass wir in Potsdam gewinnen konnten. Denn ich schätze die Mannschaft als ein Top-vier-Team ein. Umso schwerer war es, hier auswärts zu punkten. Potsdam spielt mit der Kulisse zu Hause immer sehr aggressiv, sehr emotional und hat zu Beginnn gleich mit den Aufschlägen viel Druck gemacht.“

Der Schweriner SC lag rasch mit 1:6 zurück. Mitte des Auftaktsatzes reagierte Koslowski, brachte auf der diagonalen Angriffsposition für die Niederländerin Lonneke Slöetjes die deutsche Nationalspielerin Saskia Hippe. Das leitete die Wende ein. „Ja, Saskia Hippe hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, bestätigte Koslowski und sein Potsdamer Kollege Alberto Salomoni wählte Hippe hinterher auch zur wertvollsten Spielerin. Immerhin steuerte sie 16 Punkte bei.

Etwas nervös agierte am Anfang auch Laura Weihenmaier. Schwerins Außenangreiferin, die drei Jahre in Potsdam gespielt hatte, brauchte ebenso eine gewisse Anlaufzeit. Sie sagte: „Potsdam hat uns am Anfang ganz schön unter Druck gesetzt. Dann haben wir den Spieß umgedreht. Schade, wir hätten den vierten Satz auch gewinnen können“, trauerte sie ein wenig den möglichen drei Punkten nach.

Aber auch mit den zwei Zählern wahrte der Schweriner SC als Tabellenzweiter im sechsten Bundesligaspiel seine weiße Weste. Immerhin hatten die Mecklenburgerinnen in der Vorsaison beide Spiele gegen den SC Potsdam verloren, der schon eine Art Angstgegner zu werden schien.

Koslowski wagte schon mal einen Blick weit voraus und ist sich ziemlich sicher, dass beide Teams den Sprung in die Play-offs schaffen. „Dann brauche ich Potsdam aber nicht gleich in der ersten Runde.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen