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Volleyball Schwerin : Im Spitzenspiel die besseren Nerven

vom
Aus der Onlineredaktion

SSC-Volleyballerinnen gewinnen tolle Partie in der Palmberg-Arena gegen Ladies in Black Aachen deutlich knapper, als es das 3:0 aussagt

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erstellt am 29.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Aachens Trainerin Saskia van Hintum nahm am Samstagabend Glückwünsche gern entgegen. Auch wenn sie mit ihren Ladies in Black gerade ihr Bundesliga-Gastspiel beim deutschen Frauen-Volleyballmeister SSC Palmberg Schwerin mit 0:3 verloren hatte. Der Papierform nach war es ein klares Resultat, doch zeigen die Satzergebnisse von 28:26, 29:27 und 25:18, dass die Glückwünsche, untermauert vom Beifall der 1732 begeisterten Zuschauer, vollauf berechtigt waren.

„Aachen hat sich toll präsentiert. Sie haben mit Leidenschaft gespielt, aggressiv und mit wenig Fehlern. Das war ein Spitzenspiel, das hat Spaß gemacht“, schwärmte SSC-Trainer Felix Koslowski.

Jeweils zur Mitte der beiden ersten Sätze hatte es gar nicht so ausgesehen, als sollten diese – einer wie der andere – zum Spannendsten werden, was das Schweriner Publikum in dieser Spielzeit bislang geboten bekam. Nach wechselhaftem Beginn hatte sich der SSC im ersten Durchgang auf 18:14 und damit vermeintlich vorentscheidend abgesetzt. Vermeintlich! Denn Trainerin van Hintum nahm Auszeit – und die Ladies fanden zurück ins Spiel. Beim 19:19 waren sie wieder dran und beim 23:24 sah sich Felix Koslowski genötigt, seine Mädels vom Feld zu rufen. Ebenfalls mit Erfolg. Der SSC wehrte den Satzball ab, nutzte seinerseits durch Jennifer Geerties den eigenen dritten Satzball zum 28:26. Im Schlussspurt profitierte der Meister allerdings – genau wie auf der Zielgeraden des zweiten Durchgangs – von jeweils gleich drei Aachener Fehlaufschlägen. „Da haben wir ein paar Geschenke zuviel verteilt“, bemängelte Saskia von Hintum die Nervosität ihrer Mannschaft in diesen Phasen.

Der zweite Satz war fast ein Spiegelbild des ersten, nur dass hier die SSC-Führung mit 19:14 noch einen Tick komfortbler ausfiel. Doch auch die ging in die Binsen und spätestens mit dem 21:22 war es erneut eine Zitterpartie. Doch diesmal hatte nur der SSC Satzbälle. Fünf an der Zahl, von denen Louisa Lippmann den letzten nutzte, um mit dem Punkt zum 29:27 den Schlusspunkt zu setzen.

Dass es ausgerechnet die Nationalspielerin war, der dies gelang, war für ihren Trainer keine Überraschung. „Louisa hat ein Wahnsinnsspiel gemacht, hat allein 16 ihrer 19 Punkte in den beiden letzten Sätzen erzielt. Auch Greta Szakmáry hatte bei ihren 16 Punkten eine sehr hohe Effektivität“, sagte der 33-Jährige, dessen Sechser mit dem souveränen 25:18 im dritten Satz dann auch das Spiel sicher nach Hause fuhr.

Ein Haar in der Suppe fand der Coach aber trotzdem: „In der Abstimmung hatten wir ein paar Probleme. Auch mit unseren Mittelblockerinnen kamen wir diesmal nicht so zum Zuge. Aber Aachen auch nicht – was von guter Blockarbeit beider Mannschaften zeugt.“



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