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Volleyball-Bundesliga : Heimerfolg in ausverkaufter Halle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Volleyball-Bundesliga: Rekordmeister Schweriner SC bezwingt VolleyStars Thüringen nach großer Anfangsnervosität mit 3:1.

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2014 | 19:18 Uhr

Den Bundesliga-Auftakt hatte der SSC mit dem 3:0 in Köpenick souverän gemeistert, drei Tage später legten Schwerins Volleyball-Damen in der ausverkauften heimischen Arena vor 1806 Zuschauern nach: Mit 3:1 bezwang der deutsche Rekordmeister am Samstagabend die VolleyStars Thüringen – und tat sich dabei lange schwer.

„Wir brauchten anderthalb Sätze, um die Nervosität abzulegen“, bekannte SSC-Trainer Felix Koslowski. „Wir wollten es vor ausverkauftem Haus besonders gut machen und waren lange zu verkrampft.“

Deutlich mit 16:25 hatten seine Damen den ersten Durchgang abgegeben. Nicht, weil die Gäste übermächtig gewesen wären. Die spielten solide ihr Spiel, „mit guten Aufschlägen und wenig Eigenfehlern“, wie der SSC-Coach anerkannte. Das Problem war, dass es mit den vier Neuen Yvon Beliën, Jennifer Geerties, Diana Nenova und Laura Weihenmaier im SSC-Sechser noch an der Abstimmung haperte. „Phasenweise herrschte in unserem Spiel ein ziemliches Chaos. Da flogen einige meiner Spielerinnen noch ganz schön wild durch die Gegend“, brachte es der Coach auf den Punkt.

Insbesondere im Block, der bis weit in den zweiten Satz hinein löchrig war wie ein Schweizer Käse, gingen viele Bälle verloren. Vor allem Yvon Beliën stand oft zu weit weg. Koslowski reagierte. „Im Block spielt Yvon mit ihren 20 Jahren noch recht vogelwild, aber im Angriff ist sie der absolute Hammer“, begründete der Trainer, warum Veronika Hroncekova statt der Holländerin für die lange verletzte Nationalspielerin Anja Brandt, „die im Block ihre Stärken hat“, weichen musste.

Die Maßnahme fruchtete. Zwar wuchs der Rückstand in Satz zwei nach dem Wechsel noch von 16:17 bis auf 16:20 an, aber fortan verdiente der Block diesen Namen. Und als schließlich Jana-Franziska Poll einen schier unerreichbaren Ball von der anderen Spielfeldseite ins eigene Feld zurückkämpfte und daraus das 24:22 wurde, lief es für den SSC. Koslowski: „Das war ein ganz, ganz wichtiger Ball, der hat uns viel Auftrieb gegeben.“ Mit 25:22 wurden erneut die Seiten gewechselt und beim 25:12 im dritten Satz sah es sogar ganz danach aus, als wäre der Suhler Widerstand endgültig gebrochen.

Aber denkste. „Wenn du wie wir mit nur neun Spielerinnen antreten kannst, musst du so einen Satz dann eben beizeiten auch mal einfach nur laufen lassen“, erklärte VolleyStars-Trainer Sebastian Leipold, der mit Felix Koslowski einst in Schwerin und Ludwigslust zusammenspielte und nun dessen Nachfolger in Suhl ist.

Dass seine Damen noch nicht am Ende waren, zeigten sie in Durchgang vier. Immer wieder wogte das Geschehen hin und her, keines der beiden Teams konnte sich auf mehr als zwei Zähler Vorsprung absetzen und der SSC „zog“ den Satz knapp mit 25:23.

Kuriosum am Rande: Den ersten ihrer zwölf Zähler aus Satz drei verdankten die Gäste einer Roten Karte für SSC-Coach Koslowski. Der hatte sich wegen Spielverzögerung Gelb eingehandelt und – als er motzte – gleich Rot hinterher. „Darf mir nicht passieren“, sagte der 30-Jährige. Und SSC-Präsident Hannes Wienecke fühlte sich glatt in die Zeiten Tore Aleksandersens zurückversetzt. „Da schwappten ja des öfteren die Emotionen über…“

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