SSC Schwerin : Gelungener Auftakt im Titelrennen

Gréta Szakmáry (l.) lässt sich hier vom Stuttgarter Block Molly McCage (Nr. 5) und Femke Stoltenborg nicht am Punkten hindern. Mit 25 Zählern war die Ungarin am Ende Topscorerin und zudem beste SSC-Akteurin der Partie.  Fotos: Tom Bloch
1 von 2
Gréta Szakmáry (l.) lässt sich hier vom Stuttgarter Block Molly McCage (Nr. 5) und Femke Stoltenborg nicht am Punkten hindern. Mit 25 Zählern war die Ungarin am Ende Topscorerin und zudem beste SSC-Akteurin der Partie. Fotos: Tom Bloch

SSC-Volleyballerinnen gewinnen erstes Spiel der Finalserie um die deutsche Meisterschaft in Stuttgart mit 3:2 (-21, 22, 22, -21, 12)

von
22. April 2018, 21:00 Uhr

Den Mädels vom deutschen Volleyballmeister SSC Palmberg Schwerin ist am Samstagabend in Stuttgart ein großer Schritt in Richtung einer erfolgreichen Titelverteidigung gelungen. Vor 2251 Zuschauern in der ausverkauften SCHARRena der Schwabenmetropole gewannen die Gäste das erste Spiel der „best of five“-Finalserie beim Bundesliga-Hauptrundensieger Allianz MTV Stuttgart nach 137 umkämpften Spielminuten mit 3:2 (-21, 22, 22, -21, 12).

Dabei hatte es noch fünf Minuten vor dem letzten Ballwechsel der Partie keineswegs nach einem Schweriner Erfolg ausgesehen. Mit 9:12 lagen die Gäste im Tiebreak schon fast aussichtslos zurück. Dann drosch zunächst Außenangreiferin Gréta Szakmáry – am Sonnabend SSC-Topscorerin und als beste Schwerinerin geehrt – den Ball zum 10:12 ins Stuttgarter Feld. Es war der 25. und zugleich letzte Punkt der Ungarin in dieser Partie, denn zum anschließenden Aufschlag kam für sie Jelena Oluic aufs Feld.

Damit hatte Trainer Felix Koslowski quasi den Sieg eingewechselt. Die Serbin setzte mit ihren Aufschlägen die MTV-Annahme schwer unter Druck. Und als in schneller Folge zunächst Jennifer Geerties einen Angriff von Stuttgarts Renata Sandor wegblockte, Oluic danach ein lupenreines Ass gelang und Louisa Lippmann bei einem Hinterfeldangriff sicherlich Glück hatte, dass Schiedsrichter Stefan Knebel (Fürth) eine Blockberührung gesehen haben wollte, war die Sache gedreht – 13:12. Jenny Geerties und schließlich Zuspielerin (!) Denise Hanke packten mit gezielten Angriffsschlägen den Deckel drauf.

Es war dies das Happyend einer Partie, die vom Spielerischen her mit Sicherheit nicht zum Besten gehört, was der SSC in dieser Saison bislang ablieferte, vom Kämpferischen her aber durchaus als Meisterstück gelten darf.

So schaffte es der recht nervös beginnende SSC lange Zeit nicht, seine Annahme auf die nötige Betriebstemperatur zu bringen. Infolgedessen kamen häufig die Zuspiele zu ungenau und zudem sah sich Deutschlands Volleyballerin des Jahres und SSC-Topscorerin vom Dienst, Louisa Lippmann, einem überaus aufmerksamen MTV-Block gegenüber. Der generierte insgesamt in der Partie bärenstarke 16 Punkte. Zum Vergleich: Dem SSC gelangen nur vier Blockpunkte.

Als die Gastgeberinnen, denen mit Libera Teodora Pusic (Bänderriss) und der im Training umgeknickten Außenangreiferin Nika Daalderop zwei Stammkräfte fehlten, im ersten Satz auf 19:11 davonzogen, war sogar eine deftige Abreibung zu befürchten.

Aber der SSC kämpfte sich hinein ins Spiel. Die Annahme stabilisierte sich, Louisa Lippmann trotzte ihrer Sonderbewachung und erzielte immer noch beachtliche 20 Punkte. Und im Zuspiel zeigte sich, dass auch der zweite Anzug passt. Denise Hanke und Kaisa Alanko zwangen bei mehrfachen Wechseln durch ihre unterschiedliche Spielweise die Stuttgarterinnen immer wieder zum Umdenken. Überhaupt kamen die Wechsel irgendwie immer gerade zur rechten Zeit – die im Zuspiel und dann der bereits erwähnte von Jelena Oluic zur finalen Aufschlagserie…

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen