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Volleyball-Bundesliga : Gegen VolleyStars auf Kurs bleiben

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach 3:0-Auftaktsieg streben SSC-Volleyballerinnen bei der Saison-Heimpremiere gegen Suhl den zweiten vollen Erfolg an.

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 21:23 Uhr

Der Bundesliga-Auftakt am Mittwoch mit dem 3:0-Erfolg beim Köpenicker SC ist nach leichten Startschwierigkeiten gelungen. Nun heißt es für die Volleyballerinnen des Schweriner SC: nachlegen Samstagabend (19 Uhr) in der heimischen Arena gegen die VolleyStars Thüringen. Die scheinen dafür geradezu der perfekte Gegner zu sein. Schaut man auf die Zielstellungen – Meistertitel in Schwerin, Klassenerhalt in Suhl – dann sollte dem zweiten SSC-Sieg der Spielzeit wenig entgegenstehen.

Insbesondere da die Gäste nach einem turbulenten Sommer, als sie zunächst nicht einmal eine Bundesligalizenz beantragten und sich erst nach Toreschluss entschieden, als Nachrücker doch noch das Zwölferfeld der Bundesliga zu komplettieren, mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Ganze zehn Spielerinnen stehen VolleyStars-Geschäftsführer Sebastian Leipold zur Verfügung.

Leipold, Leipold …? Wer an der Stelle stutzt, liegt richtig, und Eingeweihte wissen es ohnehin: Der Suhler Coach spielte einst unter seinem Geburtsnamen Porath selbst in Schwerin, holte sich hier auch sein Trainerrüstzeug und war jahrelang als Co-Trainer der SSC-Damen tätig. Mit Ehefrau Anika Leipold, die 2006 als SSC-Weitspringerin U20-Vizeweltmeisterin war, ging er 2013 nach Suhl. Sein erstes Jahr mit den VolleyStars beendete er auf Rang acht der Bundesliga und stand im DVV-Pokalfinale (0:3 gegen Vilsbiburg), nachdem sein Team zuvor im Halbfinale den SSC mit 3:1 aus dem Rennen geworfen hatte.

Allerdings zu Hause und mit einer Mannschaft, die mit der heutigen kaum noch vergleichbar ist. Aktuell hat der finanziell klamme Verein ganze zehn Damen im Kader. Zu allem Überfluss verlor man jüngst mit Corina Ssuschke-Voigt (31) auch noch eine der Säulen des Spiels. Die 248-fache Nationalspielerin ist schwanger, soll aber durch die kurzfristig verpflichtete kolumbianische Ex-Nationalspielerin Lorena Alexandra Zuleta Garcia (32) nahezu adäquat ersetzt werden. „Wir sind zuversichtlich, sportlich gut auf die Situation reagiert zu haben“, äußerte sich Leipold auf der VolleyStars-Homepage zu dieser „weiteren Baustelle in der schwierigen Zeit kurz vor Saisonbeginn“.

Sein Schweriner Pendant Felix Koslowski, langjähriger Weggefährte Leipolds und in Suhl dessen direkter Vorgänger, geht trotz der Probleme der Gäste davon aus, heute ein schweres Spiel vor der Brust zu haben, zumal die Thüringerinnen am Mittwoch – allerdings zu Hause – ebenfalls mit einem Sieg in die Saison starteten. 3:1 (22, -24, 17, 21) bezwangen sie den VT Aurubis Hamburg. „Die Suhler sind nach ihrem Auftaktsieg hochmotiviert. Wir werden auf ein sehr kampfstarkes Team treffen“, warnt der SSC-Trainer.

Vieles wird für seine Mannschaft davon abhängen, wie es gelingt, Außenangreiferin Anika Brinkmann aus dem Spiel zu nehmen. Allein 27 Punkte gingen am Mittwoch auf das Konto der 28-Jährigen. Zum Vergleich: Beste SSC-Scorer in Köpenick waren Außenangreiferin Laura Weihenmaier mit 16 Zählern, Mittelblockerin Veronika Hronecekova (13) und die wie Weihenmaier neuverpflichtete Holländerin Yvon Beliën (10).

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