SSC brilliert in zweitem Playoff-Halbfinale : Finaleinzug im Schnelldurchgang

So sieht Freude aus: Als nach dem Matchpoint klar war, dass der Finaleinzug steht.
1 von 2

So sieht Freude aus: Als nach dem Matchpoint klar war, dass der Finaleinzug steht.

Schweriner Volleyballerinnen zeigen ihr Meisterschaftspotential

svz.de von
09. April 2017, 09:08 Uhr

Wiesbaden Zweites Duell – zweiter Sieg: Der Weg der SSC-Volleyballerinnen zum erhofften deutschen Meistertitel ist  eine Straße, die zumindest erst einmal schnurgerade ins Play-off-Finale führte. Nach dem in nur zwei Spielen gemeisterten  Viertelfinale gegen Aachen setzte sich der Hauptrundensieger der Bundesliga nun auch im ebenfalls nach dem Modus „best of three“ ausgespielten Halbfinale im Schnelldurchgang gegen den VC Wiesbaden durch. Nach dem klaren 3:0-Heimerfolg vom Mittwoch gewann der deutsche Rekordmeister am Samstagabend vor 2100 Zuschauern in der ausverkauften Halle von Wiesbaden auch das Auswärtsspiel.  3:1 (24, -17, 17, 15) hieß es nach 97 Spielminuten.

„So hatte Schwerin sich das nicht vorgestellt“, ließ sich  der Wiesbadener Hallensprecher nach dem hin und her wogenden ersten Satz vernehmen, in dem der SSC nach 22:23-Rückstand durch seine fleißigste Punktesammlerin Maren Brinker (18 Zähler) den zweiten Satzball zum hauchdünnen 26:24-Erfolg nutzte.

Doch mit seiner Aussage irrte der Mann, denn haargenau so hatte sich der SSC seinen Gastauftritt vorgestellt. „Das wird sauschwer.“ Und: „Wir wollen alles klarmachen“, waren die beiden Hauptaussagen aus dem SSC-Lager im Vorfeld des Rückspiels gewesen.

Erst für den zweiten Durchgang sollte der Sprecher mit offenbar prophetischer Gabe Recht  behalten. Nach den von Louisa Lippmann (zum 3:1) und Hannah Tapp (5:3) herausgeschlagenen Zwei-Punkte-Führungen verlor der SSC  jeglichen Zugriff auf das Spiel. Erst nach einem Rückstand von 11:18 (!) kämpfte sich das Team von Trainer Felix Koslowski zurück. Beim 16:18 und 17:19 hatte der SSC sogar eine Wende dicht vor Augen, blieb jedoch bis zum Satzende vornehmlich „dank“ eigener Annahmefehler bei diesem 17. Punkt hängen.

Doch wer nun argwöhnte, Schwerin könnte sich nach den beiden 2:3-Punktspielniederlagen zum dritten Mal von Wiesbaden übertölpeln lassen, sah sich getäuscht. Diesmal war die bislang eher gefürchtete Zehnminutenpause nach dem zweiten Satz ein Freund des SSC. Der machte fortan im Aufschlag mehr Druck und hatte dadurch auch im Block leichteres Spiel. Nach dem 25:17 im dritten Satz war es Louisa Lippmann, die in Satz vier den zweiten Spielball zum 25:15 nutzte und den SSC ins Finale schmetterte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen