Schweriner SC : Europäische Sternstunde

Gut gelaunt (v l.): Lauri Weihenmaier, Denise Imoudu und Saskia Hippe beim Training in der Spielhalle.
Gut gelaunt (v l.): Lauri Weihenmaier, Denise Imoudu und Saskia Hippe beim Training in der Spielhalle.

Schweriner Volleyballerinnen gewinnen Europacup-Viertelfinal-Hinspiel bei Top-Favorit Novara 3:1

23-11368222_23-66108197_1416392806.JPG von
04. März 2015, 21:13 Uhr

„Das ist eine unglaublich gute Mannschaft auf Champions-League-Niveau und der Top-Favorit auf den Gewinn des Challenge Cups. Doch so können wir völlig frei aufspielen und sie vielleicht ein bisschen ärgern“, sagte Trainer Felix Koslowski vor der Abreise der Schweriner Volleyballerinnen zum Viertelfinal-Hinspiel im europäischen Challenge-Cup beim italienischen Pokalsieger Igor Gorgonzola Novara.

Der Mannschaft des 31-Jährigen war diese Vorgabe offensichtlich zu wenig: Der Schweriner SC gewann gestern Abend in der „Höhle des Löwen“ nach 104 Minuten mit 3:1 (-24, 15, 19, 22).

Mit 3:1 ging der Gast in Satz 1 in Führung, ließ sich vom folgenden 4:5 nicht sonderlich beeindrucken und ging mit einem 8:7 in die erste Technische Auszeit. Das erwartete Aufbäumen des italienischen Tabellenführers blieb aus – vielleicht steckte Novara auch noch ein wenig das mit 3:1 gegen Modena gewonnene Pokalfinale vom Sonntag in den Knochen. Der Bundesliga-Rekordmeister hingegen zog scheinbar unbeirrt seine Kreise: 11:7, 15:9 und 16:12 waren die folgenden Stationen.

Als es dann mit einer 17:12-Führung in die Schlussphase ging, schnupperte der Schweriner SC schon am erhofften Satzgewinn. Aber jetzt wurden die Italienerinnen wach, waren beim 17:18 wieder dran. Schwerin konterte noch einmal, legte erneut zwei Zähler vor. Aber dann konnte Novara ausgleichen: 23:23. Nach dem folgenden Punkt hatte der SSC Satzball – den aber der Gastgeber abwehrte. Schlimmer noch: Auch die beiden nächsten Zähler verbuchte das mit Weltklasse-Spielerinnen gespickte Starteam vom künftigen Bundestrainer Lucioano Pedulla, das damit Durchgang 1 nach 28 Minuten mit 26:24 verbuchte.

Wer nun glaubte, der Favorit habe in die Spur gefunden, sah sich getäuscht. Zwar ging Novara in Satz 2 mit 3:1 in Führung – sah sich aber bei der ersten Technischen Auszeit mit 6:8 im Hintertreffen. Schwerin baute die Führung aus, lag bei der nächsten Ein-Minuten-Pause gar mit 16:10 und kurz danach mit 20:11 vorn. Und diesmal rettete der SSC den Vorsprung ins Ziel: 25:15 hieß es nach weiteren 24 Minuten.

Auch im dritten Durchgang gaben die Gäste zunächst den Ton an: 11:5 und 18:9 lag der SSC vorn, bevor Novara „erwachte“ und Punkt um Punkt aufholte. Aber Schwerin brachte die Führung erneut in Ziel: 25:19 hieß es nach 25 Minuten. Der Bundesliga-Rekordmeister führte mit 2:1 Sätzen!

Dadurch schien der schlafende Riese endgültig geweckt worden zu sein. Aber was nun folgte, erwies sich als recht kurze Wachphase. Bis zum 10:8 dominierte Novara, aber plötzlich stand es 13:13 – und ab dann führte nur noch Schwerin. 19:14, 20:16 und 22:17 lauteten die nächsten Stationen. Die Italienerinnen bäumten sich einmal mehr auf – zu spät, wie sich herausstellen sollte. Beim 22:23 hoffte der Gastgeber noch auf die entscheidende Wende, aber die nächsten beiden Punkte verbuchte der Gast.

Nun reicht dem SSC im Rückspiel am Dienstag ab 19 Uhr ein 3:2-Erfolg, um den Endrunden-Einzug ohne Golden Set zu schaffen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen