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Schweriner SC : „Es fällt mir sehr schwer, nicht so häufig zu spielen“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SSC-Libero Stefanie Golla über ihre Rolle im Team, ihren Job, ihren Sport sowie die bisherige Saison

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2016 | 12:00 Uhr

SSC-Libero Steffi Golla (30) kommt selten zum Einsatz, ist aber mit ganzem Herzen dabei. „Ich habe einen Riesenrespekt vor ihr, sie macht das einfach toll“, sagt SSC-Chefcoach Felix Koslowski über seinen zweiten Libero. Steffi Golla, seit 2014 in Schwerin, arbeitet zusätzlich zum Profisport 30 Stunden pro Woche bei einer Krankenversicherung. „Trotz dieses heftigen Pensums bringt sie immer Fröhlichkeit in die Mannschaft rein“, lobt ihr Trainer. Unsere Mitarbeiterin Kathrin Wittwer hat die Annahmespezialistin gefragt, wie sie das macht, wie sie ihre Rolle in der Mannschaft sieht und wie die Saison aus ihrer Sicht läuft.

Steffi, wie geht das, Profivolleyball und einen Job wie den Ihren miteinander zu vereinbaren?
Stefanie Golla: Es ist schon schwer, und leider bleibt auf beiden Seiten einiges auf der Strecke. Wenn ich könnte, würde ich bei beiden mehr Zeit und Energie einbringen, weil mir beides super viel Spaß macht. Aber der Tag hat halt nur 24 Stunden und die Energiereserven des Körpers sind auch mal aufgebraucht. Wahrscheinlich hat es mich deshalb in letzter Zeit mehrfach mit Infekten erwischt, die mich sehr erschöpft hatten. Letztlich fahren aber alle im Team auf die eine oder andere Weise ein hohes Pensum, sei es durch Training, Arbeit, Schule oder Studium.

Obendrein hatten Sie sich im Oktober am Fuß verletzt. Wie geht es dem inzwischen?
Er ist immer noch dick an einer Stelle. Ein Band war gerissen, eins angerissen, es gab Einblutungen und Prellungen. Meist kann ich schmerzfrei trainieren, manchmal kommen noch Druckschmerzen oder Unbeweglichkeit. Es dauert, bis das komplett verheilt.

Sie hatten nur wenige Einsätze diese Saison. Wie war es, im Heimspiel gegen den VCO wieder auf dem Feld zu stehen?
Es war toll! Zwar erst ein bisschen komisch, plötzlich wieder aktiv zu spielen, aber nach den ersten Bällen hab ich mich pudelwohl gefühlt und hatte richtig Spaß mit den Mädels. Es fällt mir sehr schwer, nicht so viel zu spielen.

Ihr Trainer schätzt an Ihnen, dass Sie trotzdem immer gut gelaunt sind. Wie machen Sie das?
Das Team ist klasse, es gibt viel Verständnis füreinander. Ich mag die Mädels sehr gern und freu mich immer, wenn ich bei ihnen sein kann, und dann nutzt man die Warm-up-Phase auch mal, um ein bisschen Blödsinn zu reden.

Abgesehen davon, wie sehen Sie Ihre Rolle in der Mannschaft?
Ich versuche vor allem, den Jüngeren ein bisschen was mit auf den Weg zu geben, sowohl volleyballtechnische Sachen wie auch Lebenserfahrungen, die ich selber gemacht habe.

Ganz kurz noch: Ihre persönliche Einschätzung der bisherigen Saison?
Wir machen das gut, trotz des einen oder anderen Ausrutschers. Da würd ich noch nicht den Teufel an die Wand malen, abgerechnet wird zum Schluss.

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