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SSC Volleyball : Entscheidung noch einmal vertagt

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner SC unterliegt bei Allianz MTV Stuttgart mit 0:3 (-17, -20, -21) und muss im Play-off-Halbfinale ins Entscheidungsspiel

svz.de von
erstellt am 10.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Was für ein entfesselter und nahezu perfekter Auftritt: Stuttgarts Volleyball-Frauen haben nach der klaren Klatsche vom vergangenen Wochenende im Kampf um den Einzug ins Finale um die deutsche Meisterschaft ausgeglichen.

Der empfindlichen 0:3-Pleite beim Schweriner SC folgte am Samstagabend ein souveräner 3:0-Erfolg vor 2200 Zuschauern in der Scharrena mit 3:0 (17, 20, 21). Wie ausgewechselt ging das Team von Trainer Guillermo Naranjo Hernández ans Werk und begann das Spiel, indem es aus einem 4:7-Rückstand eine 8:7-Führung machte. Von da an lief es wie am Schnürchen. „Es ist für mich keine Überraschung, dass wir so gut spielen können“, sagte Trainer Hernández. „Es war für mich eher eine Überraschung, wie wir am vergangenen Samstag aufgetreten sind.“

Wie schon so oft bei wichtigen Spielen der vergangenen Jahre wuchs die Stuttgarter Mannschaft um Kapitän Kim Renkema trotz des auf zehn Spielerinnen geschrumpften Kaders gegen die Übermacht aus Mecklenburg über sich hinaus.

Verkehrte Welt: Dieses Mal waren es die Gelb-Blauen, die kein Mittel fanden. In einer Auszeit schwollen Schwerins Trainer Felix Koslowski die Adern. „Das hier ist Halbfinale, zeigt jetzt endlich mal Mut und Emotionen, so geht das nicht weiter“, schimpfte er.

Doch sein Team blieb blass. War es vor einer Woche noch das Stuttgarter Trainerteam, das mit vielen Wechseln versuchte, eine Stammformation zu finden, musste Koslowski reagieren, doch seine Mühen waren vergeblich. Zwar war Tabitha Love (14 Punkte) wieder kaum zu bändigen, doch dieses Mal lagen die Probleme mit der Ballannahme komplett auf Schweriner Seite. Jennifer Geerties, in der Hauptrunde noch die zweitbeste Annahmespielerin der gesamten Liga, wurde von gegnerischen Aufschlägen eingedeckt, zu Annahmefehlern gezwungen und kam so auch im Angriff nicht wie erhofft zum Zug.

Auch die anderen Angreiferinnen präsentierten sich – vor allem wegen der fehlerhaften Ballannahme und daraus resultierenden Problemen im Zuspiel – nicht wie zuletzt. Darüber hinaus bekamen die Mecklenburgerinnen neben der besten Stuttgarterin Kaja Grobelna aus Belgien auch die tschechische Außenangreiferin Michaela Mleijnkova, die sie im ersten Spiel noch quasi komplett abgemeldet hatten, einfach nicht in den Griff. Die beiden Nationalspielerinnen sorgten allein für 31 Punkte.

„Das war heute ein Spiegelbild des Hinspiels. Unser Gegner war richtig gut, wir waren es leider nicht. Stuttgart war mit hoher Aggressivität und Leistungsbereitschaft auf dem Feld. Davon haben wir uns beeindrucken lassen, obwohl wir genau das vermeiden wollten“, sagte Trainer Felix Koslowski, in dessen Team diesmal Libero Janine Völker als beste Spielerin geehrt wurde.

Die Entscheidung um den Einzug in das Duell um die deutsche Meisterschaft fällt nun am Mittwoch. Dann kommt es in der Palmberg-Arena in Schwerin um 19 Uhr zum Showdown. Der Sieger des Duells zieht ins Finale gegen den Titelverteidiger Dresdner SC ein.


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