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Weihnachten beim Schweriner SC : Endlich Zeit für Familie

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

So feiern die aus vielen Nationen stammenden Spielerinnen

„Kartoffelsalat und Würstchen am 24., immer, und Ente am ersten Weihnachtsfeiertag, definitiv“, weiß Janine Völker genau, was sie an der elterlichen Feiertagstafel in Parchim erwartet – getestet wurde die Ente nämlich schon. Trotz stressigen Zeitplans im Advent ist der Libero des Schweriner SC dank geschmückter Wohnung, Plätzchenbackens und rechtzeitig besorgter Präsente „voll in Weihnachtsstimmung.“


Lange Auszeit bis zum nächsten Montag


Das größte Geschenk für die ganze Mannschaft ist die nahezu luxuriös lange Auszeit vom 20. bis zum 28. Dezember – die Liga beginnt für sie erst wieder am 14. Januar mit dem Heimspiel gegen den VCO Berlin. „Ich hatte noch nie so viel Zeit an Weihnachten, das wird schön, zumal ich zuletzt Anfang 2015 zu Hause war“, freut sich Zuspielerin Denise Hanke auf die Familie.

Mehr Wünsche stehen auch bei Veronika Hronceková nicht offen: „Meine Eltern wollen mir was kaufen. Aber ich geh ja immer nur mit der Sporttasche in die Halle, da brauche ich doch gar nichts“, lacht die Mittelblockerin. Ihr Weihnachtsprogramm: entspannen, Massage, zweimal ein leichtes Training in Papas Kraftraum – und endlich mal wieder die Freunde treffen, die sonst nur im Video-Chat zu sehen sind.

Immerhin hatte SSC-Chefcoach Felix Koslowski im Advent nichts gegen den Genuss von Weihnachtsleckereien einzuwenden. „Er isst selber viel zu gern Weihnachtsplätzchen, um was zu verbieten“, verrät Außenangreiferin Jennifer Geerties. So musste Kapitän Lousi Souza Ziegler bei Weihnachtsmarktbesuchen nicht auf die traditionellen Mutzen verzichten: „Die liebe ich! Sowas gibt es ja in Brasilien nicht, auch keinen Glühwein oder überhaupt Weihnachtsmarkt.“ Dafür Familienfeste, die diesen Namen wirklich verdienen: „Ich feiere endlich mal wieder daheim in Brasilien, an Heiligabend bei meiner Mutter und am 26. mit der Familie meines Vaters, immer in richtig großer Runde, weil beide acht Geschwister haben und die wiederum alle mehrere Kinder und Enkel.“


„Wichtig, dass alle zusammen kochen“


Angesichts der Freude auf die Familie ist es Ariel Turner sogar egal, was auf den Tisch kommt: „Wichtig ist nicht, was wir essen, sondern dass alle zusammen kochen“, so die Amerikanerin, die direkt nach dem Stuttgart-Spiel am Samstag in die Heimat geflogen ist. Auch Tabitha Love und Ehemann Jorel sind schon in Kanada, wollen Wintersport treiben, bevor die Diagonalspielerin am 27. Dezember zwecks Olympiaqualifikation zu ihrer Nationalmannschaft stößt.

Der gleiche Grund holt Anja Brandt, Jennifer Geerties und Bundestrainer Felix Koslowski bereits morgen zum Abendtraining in die Palmberg-Arena zurück. „Ich bin trotzdem drei, vier Tage an Weihnachten zuhause“, sieht Jennifer es positiv, und Anja, die im Advent noch ein größeres Studienprojekt abzuschließen hatte, freut sich auf das Raclette bei den Eltern. Und der Trainer? Lässt sich Heiligabend den traditionellen Mecklenburger Rippenbraten seiner Großeltern schmecken. „Klar fände die Familie es schöner, wenn Papa mehr Zeit an Weihnachten hätte“, gibt Felix Koslowski zu. „Aber sie haben Verständnis und unterstützen mich.“

 

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