Volleyball Schweriner SC : Endlich wieder Jubel beim SSC

Endlich wieder gewonnen: Saskia Hippe (M.) freut sich mit Laura Weihenmaier (l.) und Jennifer Geerties.
Endlich wieder gewonnen: Saskia Hippe (M.) freut sich mit Laura Weihenmaier (l.) und Jennifer Geerties.

Schweriner Bundesliga-Volleyballerinnen beenden Mini-Krise und gewinnen bei den Ladies in Black Aachen verdient mit 3:1

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21. Dezember 2014, 21:00 Uhr

Wie anders doch die Bilder sind: Im April saß Felix Koslowski zusammengekauert auf seinem Trainerstuhl und rang sich Erklärungen ab, warum seine Volleyballerinnen vom Schweriner SC im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft bei den Ladies in Black ausgeschieden waren. Am Samstag lief der Schweriner Trainer eine Ehrenrunde durch die Aachener Halle, klatschte die eigenen Spielerinnen und die Fans der Gäste ab. Kurz zuvor hatte seine Mannschaft das Gleichgewicht zwischen Schwerin und Aachen in phasenweise beeindruckender Manier wiederhergestellt und mit 3:1 gewonnen. 21:25, 25:21, 25:19, 25:19 lauteten die Satzergebnisse, mit denen die Schwerinerinnen auch ihre kurze Krise von drei Niederlagen in Folge beendet haben.

Ein Kunststück war der Sieg in Aachen nicht, denn die Ladies in Black haben den Schrecken verloren, den sie in der vergangenen Spielzeit als starke Heimmannschaft ausstrahlten. Aachen bleibt zu Hause in dieser Saison sieglos. Aber die Ladies zeigte die bisher beste Saisonleistung vor heimischem Publikum.

„Dieser Sieg ist die beste Medizin gegen die drei Niederlagen, die wir davor einstecken mussten“, sagte Koslowski. Und er kam zustande, weil sich Koslowskis Frauen nicht davon beeindrucken ließen, dass im ersten Satz vieles so war wie im April. Zwei Minuten lang spielte Aachen wie im Rausch. Das reichte für die Gastgeberinnen, um nach 16:18-Rückstand an Schwerin vorbeizuziehen. Als Lousi Souza Ziegler einen Angriff verzog, bejubelte Aachen den Satzgewinn.


Laura Weihenmaier und ihr Aachener Erbe


„Am Anfang war ich ziemlich nervös, da haben meine Knie gezittert“, sagte Angreiferin Laura Weihenmaier, die nicht nur mit der Verunsicherung der drei Niederlagen zurechtkommen musste, sondern auch mit ihrem Aachener Erbe. Hier hatte in der vergangenen Saison ihr Aufstieg zur Nationalspielerin begonnen. „Das war kein normales Spiel für mich“, gestand sie.

Weihenmaier stabilisierte sich, wie die gesamte Mannschaft. Fortan verloren die Aachenerinnen ihren Zugriff auf das Spiel, die meisten langen Ballwechsel gingen an die Gäste.

Die Gäste hatten mehrere Volleyballerinnen in ihren Reihen, die für den Titel Spielerin des Tages in Frage gekommen wären. Lonnecke Sloetjes war eine Kandidatin, Yvon Beliën, die nächste Ex-Aacherin, packte im Block fünfmal zu. Den größten Unterschied machte allerdings die bulgarische Regisseurin Diana Nenova. „Sie hat ab dem zweiten Satz gemacht, was sie wollte“, sagte Weihenmaier, dass die Spielmacherin ihrer Kreativität freien Lauf ließ und Aachen damit schlicht überforderte. Am meisten davon profitiert hat Laura Weihenmaier. Nenova stellte ihr Spiel ab dem dritten Satz um, weil der Gegner erkannt hatte, dass viele Schweriner Angriffe über die Mitte liefen. Fortan wählte die Zuspielerin oft den weiten Weg auf die Außenposition und fand Weihenmaier, die in den letzten zwei Sätzen kaum noch zu stoppen war. „44 Prozent direkt verwandelte Angriffe, 16 Punkte: Das ist für eine Außenangreiferin ein starker Wert“, lobte Koslowski die 23-Jährige, die schließlich den Titel Spielerin des Tages erhielt.
Den Schlusspunkt setzte die dritte Ex-Aachenerin für Schwerin. Jana-Franziska Poll kam zu Aufschlag, servierte ein Ass und machte den verdienten Auswärtssieg perfekt.
 

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