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Eine Demonstration der Stärke

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bundesliga-Play-off: SSC-Volleyballerinnen überrollen im ersten Halbfinalspiel Allianz MTV Stuttgart daheim in nur 67 Spielminuten mit 3:0

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erstellt am 03.Apr.2016 | 20:00 Uhr

Klar mit 3:0 (11, 23, 21) gewonnen – und das in ganzen 67 Spielminuten: Doch nicht etwa Suhl, der VCO Berlin oder ein anderes Team aus den Tabellen-Niederungen waren „Opfer“ der SSC-Volleyballerinnen bei deren bereits elftem 3:0-Erfolg der aktuellen Bundesliga-Saison. Allianz MTV Stuttgart kam am Samstagabend vor 1850 Zuschauern in der Palmberg-Arena solcherart unter die Räder. Lediglich die Ladies in Black aus Aachen hatten Mitte Februar nach 65 Minuten und damit noch schneller die Waffen strecken müssen als am Samstag der Vorjahres-Vizemeister. Der muss nun am Samstag in eigener Halle das zweite Duell mit den Schwerinerinnen unbedingt gewinnen, um sich in der Serie nach dem Modus best of three in ein drittes, entscheidendes Spiel zu retten, das im Fall der Fälle am Mittwoch, den 13. April, wiederum in Schwerin anstünde.

„Ich hoffe auf einen Sieg – aber das wird verdammt schwer“, oder: „Ich tippe auf ein 3:2“, war vor der Partie von Fans zu hören, die sich als treue Besucher der SSC-Spiele ein Urteil erlauben können. Doch kamen sie schon kurz nach Spielbeginn aus dem Staunen ebensowenig heraus wie Gästetrainer Guillermo Hernandez.

Das Duell währte gerade 100 Sekunden, da sah sich der Argentinier beim Stande von 1:4 aus Sicht seiner Mannschaft erstmals zum Griff nach der Notbremse – sprich Trainerauszeit – genötigt. Es blieb ein Griff ins Leere, denn seine Mädels wurden „in diesem Satz einfach überrollt“, wie Schwerins nach noch nicht ganz ausgestandenem Infekt zum Zuschauen verurteilter Käpt‘n Lousi Souza Ziegler freudestrahlend analysierte.

„Wir hatten zuletzt Schwierigkeiten gehabt, in unsere Spiele hineinzukommen, deswegen wollten wir heute ganz bewusst von Anfang an voll Gas geben. Und das ist uns bestens gelungen“, fügte Trainer Felix Koslowski hinzu.

Mit aggressiven Aufschlägen deckte der SSC immer wieder die Tschechin Michaela Mlejnkova ein. Die entnervte 20-Jährige musste zwischenzeitlich sogar der zweiten Zuspielerin Femke Stoltenberg weichen und statt ihrer rückte – als klares Zeichen von Hilflosigkeit – Valerie Nichol vom Zu- ins Angriffsspiel. Mit dem fünften Blockpunkt des Auftaktsatzes setzten Denise Hanke und Schwerins an diesem Tag Beste, Anja Brandt, nach nur 19 Minuten mit dem 25:11 diesem Durchgang ein Ende.

„Dieser Satz war Wahnsinn“, befand Trainer Koslowski und betonte zugleich, dass seine Mannschaft solch einen Galaauftritt nicht immer hinlegen könne. „Schon der zweite Satz hat gezeigt, dass ein Spiel nie fertig ist, immer jede Menge passieren kann.“

So ließ sich der SSC dort einen 12:6-Vorsprung durch einige – im ersten Satz so nicht erlebte – Nachlässigkeiten aus der Hand nehmen und sah sich mit 14:15 im Hintertreffen. Das blieb zum Glück eine Momentaufnahme. Der SSC drehte nun wieder mehr auf, war spätestens beim 23:20 zurück in der Spur und mit dem ersten, von Tabitha Love verwerteten Satzball mit 25:23 Sieger auch dieses Abschnitts.

Im Schlussdurchgang setzten sich die Gastgeberinnen wiederum peu a peu ab. Beim 24:15 hatten sie ihren ersten Satz- und Spielball – beim 24:21 den siebten. Und den endlich versenkte Nationalspielerin Jennifer Geerties.

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