SSC : Ein wahres Meisterstück

Felix Koslowski bekommt zum Titelgewinn von Teamleitungsmitglied Dieter Maukel die obligatorische Bierdusche verpasst.
Felix Koslowski bekommt zum Titelgewinn von Teamleitungsmitglied Dieter Maukel die obligatorische Bierdusche verpasst.

SSC gelingt mit dem 3:1 (22, 18, -16, 18) bei MTV Stuttgart dritter Sieg im dritten Finalspiel und die Titelverteidigung im Expresstempo

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29. April 2018, 20:45 Uhr

Stuttgart Kleidertechnisch machte es gar keinen Unterschied, dass die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin schon im dritten Spiel der „best of five“-Finalserie mit dem 3:1 (22, 18, -16, 18) am Sonnabend in Stuttgart den deutschen Meistertitel unter Dach und Fach brachten. Den Trainerstab um Felix Koslowski ereilte unter dem Jubel der Schweriner und dem fairen Beifall der Stuttgarter Fans für den Gästesieg die obligatorische Weißbierdusche ebenso wie beim Titelgewinn vor einem Jahr in der heimischen Arena. Und der Chefcoach höchstselbst sorgte mit einer gut durchgeschüttelten Magnumflasche Champagner dafür, dass auch seine 13 Meisterinnen ihre Spielkleidung als klebriges Bündel in den Taschen verstauen mussten.

Sportlich aber war es natürlich ein wahres Meisterstück , dass der SSC wie schon in Viertel- und Halbfinale mit dem USC Münster und dem Dresdner SC nun auch im Finale mit Stuttgart kurzen Prozess machte. Nicht eine einzige Niederlage kassierte der SSC in den Playoffs. Der Schwaben-Club hingegen hat nicht nur zum vierten Mal in Folge das Meisterschaftsfinale verloren. Dabei musste er dem SSC wie schon im Vorjahr in nur drei Spielen den Titel überlassen und kassierte zudem gegen die Schwerinerinnen die zehnte (!) Niederlage in Folge.

Lediglich im dritten Satz der Sonnabendpartie, den er 25:16 gewann, und bis zum 7:4 im vierten Satz durfte der MTV noch ein wenig Morgenluft wittern. In der gesamten übrigen Spielzeit entstand nie der Eindruck, der SSC hätte die Partie nicht unter Kontrolle. Entweder lagen die Koslowski-Mädels selbst vorn oder mit maximal zwei Punkten hinten. Auch der Block war diesmal endlich wieder ein Prunkstück, wovon 16 Blockpunkte (doppelt so viele wie in den ersten beiden Finalduellen zusammen) beredtes Zeugnis ablegen. Und in den entscheidenden Phasen „ihrer“ Sätze, der sogenannten Crunchtime, konnten sie immer noch eine Schippe drauflegen. So machten sie im ersten Satz aus dem 19:19 ein 25:22, bauten im zweiten ihren Vorsprung von 19:16 aus, bis Kapitän Jennifer Geerties den ersten Satzball mit einem Ass zum 25:18 nutzte. Im vierten schließlich hatten sie sich von 18:15 auf 24:16 davongemacht, ehe sie im dritten Spielball den titelbringenden letzten Punkt durch eine Netzaufgabe von MTV-Zuspielerin Pia Kästner geschenkt bekamen.

Einziger Wermutstropfen: Weil der SSC, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, ein notwendiges viertes Spiel am 1. Mai in Schwerin ins Kalkül zog, hatte man im Sinne einer ordentlichen weiteren Vorbereitung noch für den frühen Abend den Rückflug nach Berlin gebucht. So feierten die Fans unterwegs ebenso allein wie die Mannschaft in Schwerin – bis zum Hellwerden übrigens. Aber natürlich wird der zwölfte gesamtdeutsche Meistertitel des SSC auch noch gemeinsam gefeiert, wie aus der nebenstehenden Ankündigung „So wird gefeiert“ zu ersehen ist.

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