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Volleyball-Magazin : Ein Tanz auf vier Hochzeiten

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Aus der Onlineredaktion

Saison 2017/18: Nach dem Supercup-Gewinn hofft der SSC auf Meistertitel, Pokalsieg und einen respektablen Auftritt im CEV-Cup

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erstellt am 12.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Ihren Start in die Saison 2017/18 haben die Volleyballerinnen des SSC Palmberg Schwerin auf die gleiche Weise vollzogen, auf die sie sich Ende April aus der alten Spielzeit verabschiedet hatten: als Titelgewinner. Mit einem klaren 3:0 vor 5800 Zuschauern, darunter gut 400 in der „Gelben Wand“ der SSC-Fans, entthronte der deutsche Meister am Sonntag in Hannover den Erzrivalen Allianz MTV Stuttgart als Supercupsieger.

Wenngleich Cheftrainer Felix Koslowski, wie er im Saisoninterview auf Seite 20 unterstreicht, dieses quasi unvorbereitet bestrittene Spiel im Hinblick auf die Saison noch als ein Muster (fast) ohne Wert ansieht, darf man gespannt sein auf das neue Spieljahr.

Hier können Sie die Sonderseiten zum Saisonstart des SSC herunterladen: SSC_Saisonstart2017.pdf

Die Erwartungen sind hoch. Das sind sie hier jedes Jahr, aber mit der Meisterschale und dem Supercup-Pott in der Vitrine natürlich umso mehr. Ungeachtet dessen, dass der SSC mit den Nationalspielerinnen Lenka Dürr und Maren Fromm, dem US-Trio Ariel Gebhardt, Lexi Dannemiller und Hannah Tapp sowie dem langjährigen Kapitän Lousi Souza Ziegler wiederum einen ganzen Sechser ziehen lassen musste. Mit Martenne Bettendorf (USA), Luna Carocci (Ita), Kaisa Alanko (Fin), Greta Szakmáry (Ung), Beta Dumancic (Kro) und Jelena Oluic (Srb) wurde statt dessen ein Sextett verpflichtet, von dem die Verantwortlichen hoffen, dass es die Lücken über kurz oder lang ausfüllen kann.

Auf vier Hochzeiten gilt es in dieser Saison zu tanzen. Und die erste Feier, jene in Hannover, hat der SSC wie gesagt schon mal so richtig gerockt.

In der Bundesliga ist der Titelverteidiger nach vier Jahren als Jäger endlich wieder selbst der Gejagte. Diesen Jagdinstinkt werden die Zuschauer schon vom VCO Berlin erleben, der sich am Sonnabend um 19 Uhr zum Punktspielauftakt in der Palmberg-Arena einstellen wird.

„Wenn du die Meisterschale hast, kannst du dich nicht hinstellen und sagen: Jetzt wollen wir Zweiter werden“, unterstreicht der SSC-Trainer erneute Meisterambitionen.

Die hegen ebenso Stuttgart und der Dresdner SC, die anderen beiden aus den großen drei dieses Jahrzehnts. Diesem Trio in die Suppe zu spucken, das haben sich die Roten Raben Vilsbiburg, der SC Potsdam und der VC Wiesbaden auf die Fahnen geschrieben.

Von dem einen Spiel im Supercupfinale einmal abgesehen, das für die Teilnehmer ja eine erfolgreiche vorherige Bundesliga- bzw. Pokalsaison voraussetzt, ist der kürzeste Weg zu einem Titel der über den DVV-Pokal. Ganze vier (gewonnene) Spiele und man kann in Mannheim den Pott in die Höhe recken.

Die Reise dahin beginnt für Vorjahresfinalist SSC Palmberg am 11. November beim Regionalpokalsieger Ost, dem viertklassigen USV Jena. Sollte danach im Viertel- oder Halbfinale ein Heimlos herumkommen, würde erstmals nach vier Jahren Pokalatmosphäre in Schwerin herrschen.

Anders im Europacup. Da gibt es immer Heimspiele. Zuletzt dreimal in Folge bis hinein ins Halbfinale. Darauf wagt der SSC beim Auftritt im CEV-Cup jedoch nicht zu hoffen. Mit dem Champions-League-Sieger von 2016, Pomi Casalmaggiore aus Italien, beim etwaigen Viertelfinaleinzug und Topfavorit Eczacibasi Istanbul (Halbfinale) hat Fortuna dem SSC einen „wahren Hammerbaum zugelost“, wie es Felix Koslowski ausdrückt.

Sicher ist, dass der SSC auf reichlich Unterstützung der Fans bauen kann. Der Dauerkartenverkauf ist noch einmal um 300 auf nun 850 emporgeschnellt.

 

 

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