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SSC-Volleyball : Ein klarer Sieg der knappsten Sorte

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3:0 gewonnen – klare Sache, alles paletti? Alles paletti schon, aber eine klare Sache war es mitnichten. Ganz im Gegenteil. Das Bundesligaspiel der Schweriner Volleyballerinnen gegen Allianz MTV Stuttgart gestern Abend vor 1241 Zuschauern in der Schweriner Arena wurde genau das von SSC-Trainer Felix Koslowski vorhergesagte  spannende Duell. Und das, obwohl  Stutgart  mit Diagonalspielerin Deborah van Daelen ein Eckpfeiler des Teams fehlte. Um sechs Punkte war der  deutsche Meister besser als die Gäste aus dem Schwabenland – nicht etwa pro Satz, sondern in der Gesamtabrechnung. 26:24, 28:26, 26:24  gingen die Sätze aus – knapper geht ein 3:0 im Volleyball gar nicht.

Entsprechend groß war der Stein, der dem SSC-Coach gestern Abend von der Seele fiel. „Wir sind superglücklich, denn wir haben gegen eine starke Mannschaft gewonnen. Wichtig war heute vor allem, dass wir die Nerven behalten haben. Das muss uns Selbstvertrauen geben und das wird uns Selbstvertrauen geben“, sagte der 29-Jährige, der mit seiner Mannschaft Ende des vergangenen Jahres ein Tal von insgesamt acht Niederlagen in Folge in den verschiedensten Wettbewerben zu durchschreiten hatte.

Dafür, dass sein Team nun nach dem 3:0 zuletzt im Spiel um Platz fünf beim internationalen Turnier kurz nach Weihnachten in der Schweiz den zweiten vollen Erfolg feiern konnte, hatte der Coach diese Erklärung: „Ausschlaggebend war, dass wir in allen Sätzen etwa ab Punkt 20 keine Fehler mehr gemacht haben. Da haben die Mädels das Letzte aus sich herausgeholt und gerade in den Phasen hat man gesehen: Die Mannschaft will den Sieg unbedingt.“

Am einfachsten ging noch der erste Satz über die Bühne. Nicht einmal geriet der  SSC ins Hintertreffen, ließ die Gäste lediglich viermal – 13:13,   22:22, 23:23, 24:24 – zum Ausgleich kommen, ehe zunächst die grippal geschwächte Jana-Franziska Poll und dann ein abgepfiffener Stuttgarter Linien-Übertritt der Sache ein Ende bereiteten.

Der zweite Satz schien dann beim Stand von 10:15 und später 17:21 für den SSC fast schon verloren zu sein, ehe auf der Zielgeraden zum einen Kapitän Lousi Souza Ziegler mit drei versenkten Bällen und vor allem der bis dato wenig effektive Block, der ab dem Ausgleichspunkt zum 22:22 gleich viermal in kurzer Folge erfolgreich war, diesen Satz doch noch drehten.

Knapp blieb es jedoch auch im Schlussdurchgang. Von 6:3 für Stuttgart über 12:9 für Schwerin und dann wieder 21:19 und 24:22 für die Gäste wurden die Fans durch eine Achterbahn der Gefühle gejagt. Zum Turm in der Schlacht wurde hier – und das nicht nur wegen 1,97 Meter Körpergröße – Neuzugang Tatyana Muditskaya, die allein in der Schlussphase dieses Satzes vier  Punkte machte. Mit  insgesamt 24 erfolgreichen Angriffen (gegenüber neun vergebenen) hätte sie die Ehrung als beste Spielerin sicherlich ebenso verdient gehabt wie Libero Janine Völker. Die  bekam für ihre außerordentlich starken 78 Prozent positiver und 61 sogar perfekter Bälle in der Annahme  diesen Ehrenpreis am Ende von Stuttgarts Trainer Guillermo Hernandez zuerkannt. Und der kam obendrein noch mit einem Kompliment für den SSC quasi um die Ecke. „Wenn wir weiter so spielen wie heute, dann werden wir es auf alle Fälle in die Play offs schaffen“, sagte der Spanier.

 

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erstellt am 08.Jan.2014 | 22:56 Uhr

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