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Volleyballbundesliga : Ein Gegner zur rechten Zeit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SSC gelingt mit 3:0 über Köpenick erfolgreicher Jahresauftakt und Seelenmassage nach dem Dresden - 0:3

von
erstellt am 04.Jan.2015 | 20:05 Uhr

Das war wirklich ein Gegner zur rechten Zeit: Mit 3:0 (22, 15, 13) bezwangen die Volleyballerinnen des Schweriner SC am Samstagabend vor 1498 Zuschauern in der heimischen Arena den Köpenicker SC. Damit gelang der Mannschaft von Trainer Felix Koslowski ein positiver Jahreseinstand und zugleich verpassten die SSC-Damen ihrem beim 0:3 gegen Bundesliga-Primus Dresdner SC vier Tage zuvor an gleicher Stelle angekratzten Selbstvertrauen eine Streicheleinheit.

Dass die Niederlage zum Jahresausklang beim SSC Spuren hinterlassen hatte, zeigte sich besonders im ersten Satz. Vier verschlagene Aufgaben, Abstimmungsprobleme in Annahme und Spielaufbau sowie zu wenig Zutrauen in die eigene Angriffsstärke ließen den ersten Abschnitt zu einer unnötig engen Kiste werden. Nur beim 5:4 und bei der zweiten technischen Auszeit (16:15) lag der SSC zunächst vorn. Ansonsten lief man permanent einem Rückstand hinterher, ehe Koslowskis Auszeit beim Stande von 17:19 die Wende einleitete. Lonneke Sloetjes, die nach der Partie von Gäste-Trainer Frank Benedikt zur besten SSC-Akteurin des Spiels gewählt wurde, versenkte schließlich per Lob den zweiten Satzball zum 25:22. „In dem Satz schien der SSC noch nicht ganz da gewesen zu sein“, wunderte sich auch der Gäste-Trainer über die bis dato eher dürftige Vorstellung des deutschen Rekordmeisters.

Die übrigen beiden Durchgänge fasste sein Schweriner Kollege dann kurz und bündig so zusammen: „Zweiter Satz – super in Block und Abwehr. Im dritten kam noch eine gute Angriffsleistung hinzu.“

Komplett zufrieden dürfte Felix Koslowski dennoch nicht gewesen sein, denn auch in diesen beiden Sätzen waren durchaus Ecken und Kanten im Spiel der Gastgeberinnen zu erkennen. So ließ es der SSC angesichts einer überlegenen Führung von 21:8 im zweiten Satz auf einmal arg an Konzentration mangeln. Unversehens fand man sich bei einem 21:15 wieder und hatte sich dabei durch Leona Neumannova zwei Punkte per Aufschlag-Ass einschenken lassen – zum 21:12 und 21:13 obendrein gleich hintereinander.

Im dritten Satz war dann Köpenicks Gegenwehr mehr oder minder gebrochen. Dass die vom SSC-Trainer angesprochene Offensivkraft nun richtig zum Tragen kam, lag einerseits daran, dass seine anfangs noch verunsichert wirkenden Angreiferinnen inzwischen wieder sichtlich mehr Zutrauen ins eigene Können an den Tag legten. Zum anderen profitierten die Schwerinerinnen aber auch davon, dass der Köpenick er SC in der Annahme wenig zustande brachte und damit auch Bälle ihr Ziel fanden, die ein stärkerer Gegner sicherlich pariert hätte.

Aber hätte, wenn und aber… Um auch noch kurz die Sportart zu wechseln: Ein gutes Pferd springt bekanntlich immer nur so hoch, wie es muss. Und schon bald werden sich reichlich Gelegenheiten bieten zu beweisen, dass diese SSC-Mannschaft noch längst nicht alles ausgepackt hat.

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