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Volleyball: SSC gewinnt gegen Stuttgart : Ein ganz, ganz wichtiger Schritt

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SSC-Volleyballerinnen gewinnen in Stuttgart auch das zweite Play-off-Finalspiel um die deutsche Meisterschaft mit 3:1 (20, -14, 20, 16)

Die SSC-Volleyballerinnen haben bei ihrer Jagd nach dem ersten deutschen Meistertitel seit 2013 am Samstagabend in Stuttgart genau dort weitergemacht, wo sie am Mittwoch in heimischer Halle aufgehört hatten. Vor  2251 Zuschauern in der  ausverkauften SCHARRena   gewannen sie nach 101 gespielten Minuten auch das zweite der maximal fünf Duelle  gegen Allianz MTV Stuttgart mit 3:1 (20, -14, 20, 16).   Nun braucht die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski nur noch einen weiteren Sieg für die Thronbesteigung – und hat es damit selbst in der Hand, sich am Mittwoch (Spielbeginn 19 Uhr) vor heimischer Kulisse krönen zu lassen.

Mit „voller Power“ wollte Stuttgart laut MTV-Trainer Guillermo Hernandez in die Heimpartie gehen und  er hatte auch den Dreh- und Angelpunkt für Erfolg oder Niederlage benannt: Die Annahme. Damit sollte der  Spanier recht behalten, jedoch anders, als er sich das ausgemalt hatte.

So war es  – abgesehen vom zweiten  Satz, in dem der SSC irgendwie neben den Schuhen stand –  in der Hauptsache das Koslowski Team, das den Gegner  mit aggressiven Aufschlägen unter Druck setzte. Besonders Renata Sandor, häufig Topscorerin für den MTV, sah sich in der Annahme festgenagelt  und für den Angriff aus dem Spiel genommen.  Von zehn Angriffen münzte die Ungarin im ersten Satz gerade einmal  zwei in Punkte um. Später wurde  sie ausgewechselt – offiziell verletzungsbedingt. Doch auch ihren Nachfolgerinnen Julia Schäfer und Deborah van Daelen erging es kaum besser, auch sie hatte der SSC gut im Griff.

Schwierig wurde es wie gesagt für Schwerins Damen – ebenfalls wie  drei Tage zuvor –  lediglich im zweiten Durchgang, als sie aus der Annahme nun ihrerseits zu wenig Bälle  sicher nach vorn spielen konnten und mit  dem 14:25 eine deutliche Quittung erhielten.

Zwar ließen sie sich nach dem nächsten Seitenwechsel  nicht wieder abhängen, spürbar mehr Annahme-Stabilität  erreichten sie aber erst gegen Mitte des Durchgangs, als beim 10:11 Ariel Gebhardt für Maren Brinker aufs Feld kam. Letzterer, zuletzt immer ein Turm in der Schlacht, schien  ein gebrauchter Tag angedreht worden zu sein,  denn auch fünf Punkte im Angriff sind nicht das, womit sich Deutschlands Volleyballerin des Jahres 2016 gemeinhin  zufriedengibt.

Umso mehr spricht es für den SSC, dass er das kompensieren konnte. Allrounderin Gebhardt, zuvor schon im üblichen Doppelwechsel Hanke/Lippmann, Dannemiller/Gebhardt auf der Diagonalposition eingesetzt, fand sich auch schnell im Außenangriff zurecht. Nach einem weiteren Stuttgart-Punkt zum 10:12 zog der SSC auf 17:12 davon und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen.

Mit diesem Erfolgserlebnis im Hinterkopf steckte der Rekordmeister im vierten und letzten Satz dann auch einen schnellen 0:4-Rückstand weg. Gegen zunehmend ge- und dann auch entnervte Stuttgarterinnen spielten die Gäste die Partie in der Folgezeit nun sicher und souverän herunter.

 

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erstellt am 22.Apr.2017 | 21:51 Uhr

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