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SSC Volleyball : Ein Besuch in der Vergangenheit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Trainer Felix Koslowski und Libero Stefanie Golla treffen heute mit dem SSC in Suhl auf die VolleyStars Thüringen, ihren früheren Verein

von
erstellt am 07.Jan.2015 | 07:32 Uhr

Keine andere deutsche Halle außer der heimischen Arena in Schwerin kennt Felix Koslowski so gut wie die „Wolfsgrube“ in Suhl, wo er heute Abend (19.30 Uhr) mit dem Schweriner SC zu Gast ist. „Dort zu spielen, ist für mich natürlich etwas Besonderes. Ich werde sicherlich viele Freunde treffen und viele Hände schütteln“, sagt er. Drei Spielzeiten lang trainierte der SSC-Coach die Suhler Bundesliga-Volleyballerinnen. In der letzten, der Saison 2012/13, war sein Libero Stefanie Golla, heute ebenfalls beim SSC.

Zu Koslowskis Zeiten hieß die Truppe offiziell noch VfB 91 Suhl und wurde unter ihm Bundesliga-Dritter und Pokalfinalist (jeweils 2010/11). Davon kann der inzwischen als VolleyStars Thüringen firmierende und von Felix’ Schweriner Kumpel Sebastian Leipold trainierte Verein derzeit nur träumen. Leipold, Ehemann der Schweriner U20-Vizeweltmeisterin im Weitsprung von 2006, Anika Leipold, verfügt gerade einmal über zehn Spielerinnen. Auswärts sind es gar nur neun, da die Tschechin Miloslava Lauerova aus familiären Gründen nur in Heimspielen mit von der Partie ist.

Selbst mit ihr wird Trainer Leipold heute im Spiel gegen seinen alten Kumpel und seinen alten Schweriner Verein, bei dem er mehrere Jahre als Co-Trainer tätig war, auf maximal neun Spielerinnen zurückgreifen können. Denn mit Anika Brinkmann fällt ihm ausgerechnet seine Hauptangreiferin und effektivste Punktsammlerin aus – und das wegen eines kürzlich im Training erlittenen Fußbruches für die gesamte restliche Saison.

Für die Thüringerinnen ist das personell der Supergau, nachdem sie bereits seit Saisonbeginn auf ihren Neuzugang, Ex-Nationalspielerin Corinna Ssuschke-Voigt , verzichten müssen, die ein Baby erwartet. Schon jetzt scheinen die VolleyStars dem Kräfteverschleiß Tribut zollen zu müssen. Seit vier Spielen haben sie nicht mehr gewonnen, verhalfen in der letzten Partie vor Weihnachten mit einem 2:3 in Berlin Gastgeber VCO sogar zu dessen bislang einzigem Sieg. Auch zu Hause ist die Ausbeute mit nur einem Erfolg – 3:1 zum Saisonauftakt gegen Aurubis Hamburg – alles andere als üppig.

Dass es die Leipold-Truppe besser kann, zeigte sie mit ihren 3:2-Erfolgen in Münster und in Aachen, und auch ihr knappes 2:3 zu Hause gegen Wiesbaden lässt aufhorchen.

„Die Suhlerinnen sind für jeden Gegner eine sehr unangenehme Mannschaft. Ohne ihre Top-Angreiferin Anika Brinkmann sind sie in ihren Möglichkeiten allerdings etwas eingeschränkt“, schätzt SSC-Trainer Koslowski ein. Doch mehr als auf den Gegner schaut er auf sein eigenes Team. „Wir haben im Januar acht Spiele – Partien, die wir allesamt gewinnen können“, legt er die Meßlatte sehr hoch.

Mit dem überlegenen 3:0 am Samstag daheim gegen den Köpenicker SC hat seine Mannschaft die entsprechende Serie gestartet. Die soll heute nicht reißen. „Da hört auch jede Freundschaft auf“, sagt der SSC-Coach und fügt hinzu, dass er danach seinen Suhler Spezis „alle Punkte gönnt, die es zu gewinnen gibt“.

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