SSC Volleyball : EC war gestern – heute ist Liga

Erfolgsmodell: Anja Brandt (l.) und Lousi Souza Ziegler (2.v.r.) blocken den Schlag von Aachens Hauptangreiferin Maja Burazer (r.). Libero Janine Völker (nr. 13) sichert dahinter ab.
Erfolgsmodell: Anja Brandt (l.) und Lousi Souza Ziegler (2.v.r.) blocken den Schlag von Aachens Hauptangreiferin Maja Burazer (r.). Libero Janine Völker (nr. 13) sichert dahinter ab.

SSC-Volleyballerinnen wollen nach der Euphorie vom Spiel gegen Novara mit Heimsieg gegen Aachen im Playoff-Viertelfinale vorlegen

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14. März 2015, 08:30 Uhr

Europacup-Euphorie war gestern, heute ist Bundesliga-Alltag. Und statt einem Weltklasseteam wie Igor Gorgonzola Novara stehen die SSC-Volleyballerinnen um 19 Uhr in der heimischen Arena nur dem Bundesliga-Sechsten, den Ladies in Black Aachen, gegenüber. Nur?

„Keinesfalls“, wehrt Trainer Felix Koslowski ab. „Niemand sollte glauben, dass wir mal eben locker zu einem 3:0 marschieren, nur weil wir Italiens Spitzenreiter aus dem Europapokal geworfen haben. Das eine Spiel hat mit dem anderen nichts zu tun. Na klar würden wir gegen Aachen gern 3:0 gewinnen, aber das müssen wir uns am Sonnabend neu erarbeiten.“

Daran, dass der SSC dabei zwar beim 0:0, nicht aber bei null anfängt, konnten er, Co-Trainer Davide Carli und natürlich die Mannschaft nach dem freien Mittwoch noch ganze zwei Tage arbeiten. Wenig Zeit, aber nicht zu wenig, wie SSC-Kapitän Lousi Souza Ziegler meint. „Das Spiel gegen Novara war ein schönes Erlebnis, jetzt schauen wir wieder nach vorn. Das fällt uns aber nicht schwer“, sagt die Brasilianerin.

Es ist ja auch nicht so, als träfe der SSC heute auf einen unbekannten Gegner. Vor genau vier Wochen behielt man an gleicher Stelle mit 3:0 klar die Oberhand über die schwarzen Ladies. Und bei deren knappem 2:3 gegen MTV Stuttgart am 1. März im Finale des DVV-Pokals gab es via Internet noch ein Videostudium extra. „Da haben sie über weite Strecken überzeugt“, sagt SSC-Außenangreiferin Laura Weihenmaier über ihre Teamkolleginnen aus den vergangenen zwei Spielzeiten. „Aachen war gut in der Annahme gegen allerdings recht schwache Stuttgarter Aufschläge und hat dann schön und gefährlich durch die Mitte gespielt.“

Genau da will Felix Koslowski an den Stellschrauben drehen. „Wir müssen mit guten Aufschlägen Aachens Annahme so beschäftigen, dass die Ladies eben nicht ihr Spiel über die Mitte aufziehen können. Und wir müssen wie vor vier Wochen wieder ihre Hauptangreiferin Maja Burazer in den Griff bekommen.“

Im Unterschied zu jener Partie können die Ladies aber auch wieder auf ihren zweiten Punktegaranten Ivona Svobodnikova setzen. Die tschechische Diagonalspielerin, im Bundesliga-Hinrundenspiel in Aachen (3:1 für SSC) als Beste ihres Teams ausgezeichnet, vor vier Wochen aber nur sporadisch eingewechselt, ist von ihrer damaligen Schulterverletzung genesen.

Mehr als „nur“ Bundesliga-Alltag wird die heutige Partie für Yvon Beliën. Mit Laura Weihenmaier gehörte sie im Vorjahr zu dem Aachener Team, das den SSC seinerzeit im Playoff-Viertelfinale eliminierte. „Das ist für mich schon noch ein besonderes Spiel. Ich freue mich total drauf“, verriet sie gestern.

Das Ausscheiden 2014 hat Trainer Koslowski übrigens im Vorfeld nicht thematisiert. „Viele unserer Spielerinnen waren damals ja noch gar nicht hier“, sagt er. Und dass das Viertelfinale diesmal einen anderen Ausgang finden soll, ist eh klar.

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