Volleyball: Play-off-Finale um die deutsche Meisterschaft : Duell der Giganten um die Schale

Auf gehts: So wie hier SSC-Diagonalspielerin Patricia Thormann (M.) gegen den Dresdner Block mit Friederike Thieme (l.) und Anna Cmaylo (Nr. 14) ihren Angriff ansetzt und durchzieht, sollten die Schweriner Volleyballerinnen auch heute agieren. Dietmar Albrecht
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Auf gehts: So wie hier SSC-Diagonalspielerin Patricia Thormann (M.) gegen den Dresdner Block mit Friederike Thieme (l.) und Anna Cmaylo (Nr. 14) ihren Angriff ansetzt und durchzieht, sollten die Schweriner Volleyballerinnen auch heute agieren. Dietmar Albrecht

Wenn heute Abend der erste Aufschlag im Play-off-Finale erfolgt, treffen zwei Giganten des deutschen Frauen-Volleyballs aufeinander. Um 19 Uhr empfangen die Damen des Schweriner SC die des Dresdner SC.

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18. Mai 2011, 02:10 Uhr

Wenn heute Abend um 19 Uhr der erste Aufschlag im Play-off-Finale erfolgt, treffen zwei Giganten des deutschen Frauen-Volleyballs aufeinander. Um 19 Uhr empfangen die Damen des Schweriner SC die des Dresdner SC. Die Mecklenburger brennen darauf, ihren achten nationalen Titel nach der politischen Wende einzufahren. Der letzte datiert vom Mai 2009. Die Sachsen wollen dieses Kunststück nach dem Aufstieg 1997 in die Eliteliga zum dritten Mal schaffen.

Was hatten sich diese beiden Teams in der Vergangenheit für Duelle geliefert, ob nun in der Bundesliga oder im DVV-Pokalwettbewerb. Sie zeichneten sich alle durch überaus spannende Verläufe aus. Und das wird heute in der Arena am Lambrechtsgrund sicher nicht anders und auch nicht am Sonnabend (17.30 Uhr) in Dresden beim Rückspiel. Die Schweriner Arena wird aus allen Nähten platzen. Denn gestern Mittag verkündete SSC-Kapitän Julia Retzlaff bei der Ticketverkaufsaktion im Schlossparkcenter, dass "es nur noch Stehplatzkarten gibt". Und davon sind heute an der Tageskasse nicht mehr viele zu bekommen. Wer sich kurzfristig entscheidet, die Spielerinnen doch noch live anzufeuern, sollte rechtzeitig da sein.

"Ich freue mich für die Mädels, die um den Titel spielen können"

Einen Vorteil für den ein oder anderen Titelanwärter gibt es nicht. Zwar hat der SSC in dieser Saison beide Partien in der Hauptrunde gegen den Dresdner SC verloren, aber Schwerin präsentierte sich in den Halbfinal-Spielen gegen Vilsbiburg außerdordentlich gut in der Physis und Psyche. Selbst hohe Rückstände brachten die SSC-Damen nicht aus dem Konzept. Und in den vergangenen Jahren ging es zwischen den Mecklenburgerinnen und den Dresdnerinnen immer hin und her. Ob nun der SSC oder der DSC, beide feierten schon in des Gegners Halle grandiose Siege.

"Wir freuen uns riesig aufs Finale. Jetzt müssen und werden wir bereit sein, ruhig, mutig und mit dem nötigen Selbstvertrauen zu spielen. Selbstverständlich treten wir jetzt nicht an, um nur Zweiter zu werden", sagt SSC-Trainer Tore Aleksandersen. Für ihn wäre es nach 2006 die zweite Meisterschaft mit den Schweriner Volleyballerinnen. "Ich denke im Moment noch nicht daran, dass wir Meister werden können. Ich freue mich erst einmal für die Mädels, die um den Titel spielen können. Es sind ein paar dabei, die vor zwei Jahren noch in der zweiten Reihe standen und jetzt Verantwortung übernehmen müssen", so Aleksandersen, der damit u. a. die Youngster Anja Brandt, Berit Kauffeldt oder Janine Völker meint. Ihr Trainer gibt ihnen eine ganz klare Marschroute für die Final-Begegnungen mit auf den Weg: "Ich habe den Mädels gesagt: ,Ich möchte, dass wir zwei hervorragende Spiele absolvieren. Mit ganz viel Spaß, Freude und hoher Disziplin. Was dann dabei herauskommt, hängt vom Gegner ab. Dresden kann ja auch Volleyball spielen und will ebenso deutscher Meister werden."

Das verkündeten die Sachsen als einzige Mannschaft schon vor dem Saisonstart. "Unser Anspruch ist hoch, aber heute haben wir gezeigt, dass wir es schaffen können", hatte Jörg Dittrich, Vorstandsvorsitzender der Volleyball-Abteilung im DSC am Sonntagabend nach dem Final-Einzug gegen den VfB Suhl gesagt. Dresdens Trainer Alexander Waibl betonte: "Schwerin ist immer ein harter Gegner. Aber wir haben in der Normalrunde beide Spiele gewonnen, das sollte uns Lockerheit geben."

Was das zählt (oder besser nicht zählt), musste schmerzlich der VfB Suhl im Halbfinale erfahren. Die Thüringerinnen hatten gegen den DSC auch beide Begegnungen in der Hauptrunde gewonnen, und auch noch das Halbfinal-Hinspiel, um dann im Rückspiel mit anschließendem Golden Set den Kürzeren zu ziehen. Wie hatte am Montag Suhls Trainer Felix Koslowski sich gegenüber unserer Redaktion mit der banalen, aber treffenden Aussage geäußert: "Abgerechnet wird jetzt in den Play-offs."

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